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Interview mit Professor Stark aus dem Fachbereich Informatik

Mein Name ist Michael Stark und ich bin Professor im Fachbereich Informatik.

Frage: Warum sollte man am Fachbereich Informatik studieren?

Stark: Mit den Bachelor-Studiengängen Informatik (Praktische und Technische Informatik), Medizinische Informatik, Wirtschaftsinformatik und dem dualen Bachelor-Studiengang Softwaretechnik besitzt unser Fachbereich eines der umfangreichsten Studienangebote im Bereich Informatik in der ganzen Bundesrepublik. Trotzdem wird bei uns die Betreuung der Studierenden groß geschrieben, sei es in Übungen und Praktika oder in den individuellen Mentoringgesprächen, die wir seit dem WS 2012/13 für alle Erstsemester eingeführt haben.

Frage: Ist ein Studium an der Fachhochschule mit Abitur überhaupt sinnvoll?

Stark: Alle unsere Studiengänge, insbesondere auch die Master-Studiengänge sind akkreditiert und damit Abschlüssen an Universitäten gleichgestellt. Dies eröffnet für sehr gute Master-Absolventinnen und –absolventen auch den Weg in die Promotion.

Frage: Was unterscheidet das Studium an der Universität und der Fachhochschule?

Stark: Das Studium an der Universität ist theoretischer und zielt primär auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, auch wenn dies nur für einen gewissen Prozentsatz der Uni-Absolventinnen und -absolventen zutrifft. Das Studium an der Fachhochschule ist praxisorientierter und zielt je nach Abschluss auf eine entsprechende Berufstätigkeit ab. Neben den Vorlesungen werden auch Übungen und Praktika von den Professorinnen und Professoren selbst betreut, also eine (Aus-)Bildung aus einer Hand.

Frage: Was können Sie über ihr Kollegium berichten?

Stark: Wir sind ein junges Team mit vielen neu berufenen Professorinnen und Professoren. Die überwiegende Mehrzahl unserer Professorinnen und Professoren verfügt über Praxiserfahrung in Unternehmen. Wir haben einen Frauenanteil von ca. 25 Prozent, was für einen Informatik-Fachbereich einzigartig ist.

Frage: Wie ist der Kontakt des Fachbereichs zur Wirtschaft?

Stark: Der Kontakt ist hervorragend. Ca. 75 Prozent der Studierenden machen ihre Abschlussarbeit direkt in einem Unternehmen. Wir haben einen Industriebeirat, der uns u. a. bei der Weiterentwicklung von Studiengängen und Forschungsschwerpunkten berät, weil uns wichtig ist, dass unsere Studieninhalte sich an den Marktanforderungen anpassen.

Frage: Wie sind die Berufsaussichten für Informatikerinnen und Informatiker?

Stark: Die könnten nicht besser sein. Bundesweit und in der Region klagen Unternehmen über einen IT-Fachkräftemangel. Viele Absolventinnen und -absolventen haben schon während ihrer Abschlussarbeit ihre ersten Jobangebote und die Nachfrage von Seiten der Unternehmen steigt.


gedruckt am: 19.06.2018  21:36