iBIS Profil

Gründung

Der vom Land NRW anerkannte Forschungsschwerpunkt iBIS ist Anfang 2013 von 7 Forschenden aus 4 Fachbereichen der FH Dortmund gegründet worden. Hierbei kommen die Fachbereiche Informatik, Informations- und Elektrotechnik, Angewandte Sozialwissenschaften und Wirtschaft zusammen.

Ziel

Das Ziel des Forschungsschwerpunktes iBIS besteht in der Entwicklung und Nutzung von neuesten Technologien und Methoden, um bestehende Architekturen und Prozesse entsprechend der Anforderungen des intelligenten (Business) Informationsmanagement ausgehend von der Beispieldomäne E-Energy weiterzuentwickeln.

Anwendungsdomäne Energiewende

Die Umsetzung der Energiewende führt zu einem drastischen Anpassungsbedarf der vorhandenen Stromnetzinfrastrukturen. Durch dezentrale regenerative Erzeugungsanlagen entwickeln sich Stromkonsumenten immer mehr zu „Prosumenten“, welche Strom nutzen aber auf der anderen Seite auch erzeugen. Verteilnetze wandeln sich vor diesem Hintergrund zu regionalen Transportnetzen und sollen ferner die erhöhte Volatilität der Stromerzeugung und der Nachfrage abbilden. Dieser Paradigmenwechsel erzwingt einen Umbau der Verteilnetze und eine neue Infrastruktur bei den Endkunden, die mit hohen Investitionskosten unter großer Unsicherheit verbunden sind.

Folgende Key-Topics, in welchen iBIS arbeiten wird, kristallisieren sich durch die beschriebenen Entwicklungen heraus:

Smart Planning: Leistungsfähige Planungsprozesse zur Anpassung der Netzstruktur. Sie erlauben die Beherrschung der Komplexität der Planungsaufgabe durch die Analyse vielfältiger Szenarien.

Smart Metering: Nach gesetzlichen Richtlinien auf europäischer und deutscher Ebene soll den Haushalten das Messen des tatsächlichen Energieverbrauchs in definierten Zeitintervallen ermöglicht werden. Außerdem sollen dem Anschlussnutzer Anreize zur Energieeinsprung gegeben werden.

Smart Grid: Das Arbeitsfeld setzt Controller zur tarifabhängigen Steuerung und Überwachung von Generatoren und Lasten in intelligenten Energieversorgungsnetzen ein. Dem Endverbraucher soll dabei  durch interaktive webbasierte Dienste zur Überwachung und Steuerung eine aktive Rolle als Prosument ermöglicht werden.

Smart Analysis: Die Realisierung von Smart Grids lässt die zu verarbeitenden Datenvolumina drastisch ansteigen, was intelligente Analysen erfordert, welche neue technische Möglichkeiten wie die Parallelisierung, In-Memory-Technologie, spaltenorientierte Datenbanken und generellen Kapazitätserweiterungen nutzt.

Förderung

Der Forschungsschwerpunkt iBIS wird durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.