Die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Gieseler liegen in den Bereichen:

  • Licht- und Beleuchtungstechnik
  • Energieeffizienz bei Gebäuden und Produktionsanlagen

Abgeschlossene F&E-Projekte unter der Leitung von Prof. Dr. Gieseler:

Kühlerprüfstand

Aufbau eines Wasserkühler-Prüfstands sowie Wärmewiderstandsmessungen an Kühlkörpern

Ziel des Projektes war der Aufbau eines Prüfstandes, um Wasserkühler bezüglich des thermischen Widerstands (Rth) zu charakterisieren. Dazu wurden Temperaturen an verschiedenen Stellen der Oberfläche gemessen. Das Kühlmedium wurde bezüglich Temperaturanstieg und Druckabfall über den Kühler sowie der Durchflussmenge vermessen. Ergänzend hierzu wurden Berechnungen bzw. Abschätzungen der Verlustleistungen der Heizplatte an die Umgebung durchgeführt, um die Genauigkeit der Messung der Kühlerwiderstände zu erhöhen. Der Aufbau wurde für eine beidseitige Beaufschlagung der Kühlkörper mit Heizenergie und für unterschiedliche Kühlkörpergrößen ausgelegt und zur Reproduzierbarkeit des Drucks zwischen Heizplatte und Kühlkörper wurde eine Druckmessdose verwendet. Im Ergebnis konnte der Wärmewiderstand verschiedenster Kühlkörper mit unterschiedlichen Größen, Bauformen und Leistungsstufen erfolgreich vermessen werden.

Durchgeführt wurde das Projekt im Auftrag der MiNaCon GmbH (Herdecke) und in Kooperation mit Prof. Dr. Wiegleb (IfM & FE, FH Dortmund) im Rahmen des Innovationsgutscheins des MIWF NRW.

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NIM-System

Nicht-invasives Messsystem zur Analyse von Raumluftqualität und Energieverbrauch in Gebäuden.

Das NIM-System ist ein einfach zu installierendes und technisch nicht in das Gebäude eingreifendes (d.h. nicht-invasives) Messsystem, welches energetisch relevante Größen sowie die Raumluftqualität erfassen kann. Basis ist ein WLAN-fähiger Datenlogger für Temperatur, Feuchte und CO2, der ergänzt wurde durch ein Ultraschall-Durchflussmessgerät sowie optische Messaufsätze für Gas- und Stromzähler. Alle erfassten Daten können per Mobilfunk ausgelesen werden.

Das Messsystem kann insbesondere eingesetzt werden, um Gebäude zu analysieren, in denen energetische und/oder Komfortanforderungen nicht den Erwartungen entsprechen. Beispiele hierfür sind unerklärlich hoher Energieverbrauch oder Feuchteprobleme (Schimmelbefall). Ggf. kann zum Auffinden von Wärmebrücken eine Thermografiekamera eingesetzt werden. Darüber hinaus können, falls nötig, zur Beurteilung der der äußeren Einflüsse Wetterdaten extern bezogen werden.

Das Projekt wurde hochschulintern an der FH Dortmund gefördert (HIFF).

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Energieautarke Werke

Auf dem Weg zu energieautarken Werken: Entwicklung innovativer Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz von regenerativen Energien in der Produktion.

Ziel dieses Projekts war die Erarbeitung einer ganzheitlichen Strategie zur Errichtung eines energieautarken Werks, wobei sowohl die Möglichkeiten zur signifikanten Senkung des Energieverbrauchs als auch zur Verwendung regenerativer Energieformen in der Produktion eingehend betrachtet wurden. Zur Deckung des Restenergiebedarfs bietet sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Standort der Einsatz von Biogas, Solarthermie, Photovoltaik oder Windkraft an. Diese Strategie wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bonner Forschungs- und Entwicklungszentrum des Getränkedosenherstellers Ball Packaging Europe GmbH am Beispiel der Getränkedosen-Produktionsprozesse entwickelt. Weitere Kooperationspartner waren die Effizienz-Agentur NRW (EFA) und "Der Innovationsstandort e.V.".

Das Projekt wurde gefördert durch die EU und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW (MIWFT) über die NRW.BANK.

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Sonnensimulator

Entwicklung eines hochgenauen Sonnensimulators für Medizin, Kosmetik, Werkstoffkunde und Solarzellen-Qualitätskontrolle.

Ziel dieses Projektes war die Entwicklung eines hochgenauen Sonnensimulators, der das Sonnenspektrum bei jeder Wellenlänge genau wiedergibt, mit einer maximalen Abweichung von bis zu 5%. Um dies zu erreichen, mussten verschiedene Ansätze parallel verfolgt werden. Diese betreffen ausgehend vom Leuchtmittel und der Optimierung der gesamten Lampengeometrie auch verschiedene Filter sowie Beschichtungen des Reflektors, bis hin zur Anpassung eines geeigneten Netzteils.

Für eine Lampe dieser Art ist eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten denkbar. Diese reichen von der Raumbeleuchtung über die Lichtbeständigkeitsprüfung in der Werkstoffkunde und der Qualitätskontrolle von Solarzellen bis hin zur Behandlung von Hautkrankheiten in der Medizin. Gerade für die zuletzt genannten Einsatzbereiche ist es wichtig, das Sonnenlichtspektrum hoch genau abzubilden. Die derzeit auf dem Markt befindlichen so genannten Sonnensimulatoren können dieser Forderung allerdings nicht oder nur teilweise entsprechen.

Durchgeführt wurde das Projekt von der Fachhochschule Dortmund in Zusammenarbeit mit den Firmen MR-Chemie GmbH (Unna), MSS-Elektronik GmbH (Fröndenberg), Opcoms GbR (Siegburg) und dem Ingenieurbüro Dr. Piazena (Berlin).

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über den Projektträger AiF.

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