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Experimentell: Die Labs kommen

Der Fachbereich Design wird künftig Studieninhalte in einem innovativen Format anbieten: den „Labs“. Eine inhaltliche Bündelung soll es den Studierenden leichter machen, ihren individuellen Schwerpunkt auszuformen.

Studierende ab dem dritten Semester können in der neuen Struktur über die Grenzen der Studiengänge hinweg in den Wahlpflicht-Modulen zusammenarbeiten. Drei Labs werden zum WS 2017/18 starten: „Design + Gesellschaft“, „Editorial-Design“ und „Künstlerische Strategien“ machen inhaltliche Schubladen auf, die dehnbar sind und prall voll mit Angeboten, die in die drei thematischen Kontexte passen. „Die Labs schaffen eine Fokussierung nicht auf der engen Basis von Studiengängen, sondern interdisziplinär breit. Das ist experimentell – und wir haben’s erfunden“, sagt Dekan Martin Middelhauve.

Die Labs – und auch das ist eine gute Nachricht - bedeuten eine inhaltliche Aufweitung des Studiums, ohne dass an den bestehenden Studienordnungen gerüttelt werden muss. „Möglich ist das, weil die Modul-Zuschnitte unserer Studiengänge komplett gleich sind. Wir haben hier sozusagen Bologna im Kleinen umgesetzt“.

Mediale Grenzen überwinden

Fragen und hinterfragen gehört zum Designer-Handwerk: Was will ich mit meinem Design erreichen? Mit welchen Kompetenzen kann ich das schaffen? Und: In welches Berufsfeld will ich? Um ihren persönlichen Weg zu finden, müssen Design-Studierende einen möglichst großen Pool an Erfahrungen füllen, neue Methoden kennenlernen, viel ausprobieren und kombinieren, von anderen lernen. „Im Design-Studium arbeiten wir seit jeher in offenen Entwurfsgruppen oder in Projekten, in denen jeder von jedem lernt. Die Labs werden noch mehr Möglichkeiten bieten, die medialen Grenzen zu überwinden“. Die FH Dortmund hat im NRW-Vergleich das breiteste Angebot an Design-Studiengängen zudem sind in den Labs auch hochschulweite Kooperationen geplant.

Unter dem Lab „Design und Gesellschaft“ kann es um Konzepte für dementiell Erkrankte gehen, um Plakatkampagnen gegen Nazis oder auch um bewusst einfach gehaltene Entwürfe für Produkte, die in Behindertenwerkstätten gefertigt werden können. Das Lab „Editorial-Design“ fasst Angebote zusammen, die sich um aktuelle Publikationsformen, sei es analog oder digital drehen. Anders als man vielleicht vermuten sollte, gebe es einen florierenden Markt für spezialisierte (Print-) Magazine, Zeitschriften oder Bücher. „Wir schöpfen hier das Potential von Fotografie und Kommunikationsdesign aus“, so Middelhauve, und verweist beispielhaft auf Jonathan Hädes Kochbuch ‚Burger Revolution: Vegetarisch und vegan‘.„Künstlerische Strategien“ von Designern sind Teil und Grundlage vieler Konzepte zum Beispiel für den Öffentlichen Raum. „Anhand von Projekten lernen unsere Studierenden, wie man Aufmerksamkeit erregen und mit künstlerische Strategien einen neuen Zugang zu Entwurfskonzepten finden kann.“ Ein neuer Eingangsbereich für das Kindermuseum Mondo Mio, die Ausstellung Dortmunder Parks, die Inszenierung von Wissen.schafft.Vernetzung oder die Szenische Intervention an der Friedenssäule sind Beispiele dafür.

Martin Middelhauve fasst die Chancen der geplanten Lab-Struktur zusammen: „Die Studierenden lernen über die Grenzen der Studiengänge hinweg an aktuellen Inhalten als Designer zu reifen und sich in ein Berufsfeld hinein zu entwickeln“.

Prof. Martin Middelhauve

Tel.  +49 (0231) 9112-9466
Fax  +49 (0231) 9112-9415
E-Mail  martin.middelhauve@fh-dortmund.de

gedruckt am: 14.12.2018  15:58