≠ Design und Gender // Sophie Charlotte Rieger // 25.11.2019

Filme bilden Gesellschaft nicht nur ab, son-dern haben auch einen erheblichen Einfluss auf die Organisation unseres menschlichen Miteinanders. Sie transportieren eine sehr konkrete Vorstellung von Geschlecht wie auch vom Umgang dieser Geschlechter mit-einander. Das beinhaltet neben Machtstruk-turen und Bildern heteronormativer Roman-tik auch das Thema sexualisierte Gewalt. Der Vortrag thematisiert die Konstruktion binärer Geschlechtlichkeit durch das Me-dium Film sowie die Wirkmacht filmischer Narrative und widmet sich im Besonderen der Thematik sexualisierter Gewalt. Wie ist Vergewaltigung ohne eine voyeuristische, verdinglichende Perspektive im Sinne des male gaze darstellbar? Brauchen wir Bilder von Gewalt um Gewalt zu erzählen? Welche populären Narrative perpetuieren Mythen der Vergewaltigungskultur?

Sophie Charlotte Rieger ist Journa-listin, Autorin und Speakerin mit einem Fokus auf der Repräsentation von Gender in audiovisuellen Medi-en. 2014 gründete sie das feminis-tische Filmmagazin FILMLÖWIN, das nicht nur als Plattform für feministische Filmkritik, sondern auch als Akteurin im Kampf für Geschlechtergerechtigkeit hinter den Filmkameras fungiert. Vorträge und Workshops zu gendersensibler Film- und Fernsehdramaturgie hielt sie u.a. an der HfG Offennbach, der KHM (Köln) sowie der Filmakademie Barden Württemberg. Sie war Mit-glied der Nominierungskommission des Grimme Preis 2015 und 2016, wie auch Teil der Jury des Juliane Bartel Medienpreis 2017 und 2018 sowie des Helene Hecht Preis 2019.

Zeit und Ort:
25.11.2019, 16.00 Uhr
FH Dortmund Aula
Max-Ophüls-Platz 2

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