Der Studierende Marcel Haupt​ zeigt seine Abschlussarbeit in der Japan Foundation in Köln.

VERNISSAGE: Freitag 07. April 2017, ab 19 Uhr
in der Japan Foundation 国際交流基金​ in Köln
https://www.facebook.com/events/1865643603719567/

YUME MUGEN – Träume haben keine Grenzen

Die meisten japanischen „Traditionen“ sind so alt wie die „Moderne“. Der Nationalstaat bedurfte im 19. Jahrhundert dringend vorzeigbarer und verbindender Traditionen – und schuf sich kurzerhand die passenden.

Judo ist für erfundene Traditionen ein gutes Beispiel. Kano Jigoro schuf einen Sport, den er selbst als modern empfand und der bald als typisch traditionelle Kampfkunst vermarket wurde.

Die Fotografien der Kämpfer im Dojo kommen uns vertraut vor. Solche Bilder kennen wir aus der Vermarktung von Judo-Clubs oder Actionfilmen. Exotisch wirkt eher das Alltagsleben der jungen Sportler, das chaotisch und ungeordnet anmutet. Dabei ist das Alltagsleben modern organisiert und müsste uns deshalb vertraut sein. Diese Umkehrung macht den Einblick in die Welt der jungen Sportler so faszinierend!