Am Freitag, dem 12. und Samstag, dem 13. Mai 2017 lädt der Fachbereich Design der FH Dortmund zu einem Lichtkunstsymposium (Konzeption und Organisation: Prof. Margareta Hesse) mit dem Thema „Die Farben der Lichtkunst / Colour Shades of Light Art" in Kooperation mit LiFA (Light in Fine Arts) ein (Einladung). Dieses Kolloquium setzt ein im Jahr 2014 an der HBKsaar in Saarbrücken gestartetes Forschungsprojekt nach einigen europäischen Stationen mit einem weiteren Kolloquium in Dortmund fort.

LIFA versteht sich als ein Projekt unter kooperierenden Institutionen und HochschullehrerInnen, die gleichzeitig im Bereich der Lichtkunst arbeiten und gemeinsam ein Konzept für eine neue Infrastruktur zur Lichtkunstforschung entwickeln und aktiv umsetzen. Lichtkünstlerische Positionen der Gegenwart sollen nach festgelegten wissenschaftlichen Standards erfasst, international vergleichbar und sichtbar gemacht werden.

Das Lichtkunstsymposium findet dieses Mal zugleich im Rahmen des Programms „Offene Hochschule“ der Fachhochschule Dortmund im Reinoldusraum, Etage KIU, des Dortmunder U statt, und wendet sich sowohl an das Hochschulpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Der Eintritt ist frei.

PROGRAMM FREITAG, 12.05.2017

11.30 Uhr: Dr. Yvonne Ziegler - Weißes Licht

Wenn wir an Licht denken, denken wir an weißes Tageslicht. Die Sonne, primäre Lichtquelle überhaupt, erhellt den Tag. Erlöscht sie am Abend, wird es dunkel. Nacht. Zwischen hell und dunkel, weiß und schwarz, Licht und Nichtlicht liegen Nuancen bunten Naturlichts, sichtbar in Form von Sonnenauf- und -untergängen, Polarlichtern, farbigen Schatten und schimmernden Regenbogen. Auch unsere Ersatzlichter sind zumeist farbig: Feuer, Kerzen, Gaslaternen, Edelgasröhren, Glühlampen, Natriumdampflampen oder Elektrolumineszenzbänder. Neutrales weißes Kunstlicht verströmen üblicherweise Leuchtstoffröhren, Xenonstrahler oder Leuchtdioden. Über 5300 Kelvin erleuchten sie Dinge und Orte sogar taghell.

Ein Blick auf die Geschichte der Lichtkunst zeigt, dass Künstlerinnen und Künstler immer wieder die reiche Farblichtpalette reduzieren, gar auf Farbe ganz verzichten und bewußt mit weißem Licht arbeiten. Sie variieren den Lichtton lediglich im schmalen Spektrum von kaltem zu warmem Weiß, von Weißlicht mit blauen zu solchem mit gelben Farbanteilen. Ihre sehr unterschiedlichen Arbeiten können unter folgenden Gesichtspunkten erhellt werden: Wahrnehmungsschärfung durch Monochromie und Minimalismus, Betonung von Neutralität, Klarheit und Strenge, thematische und ästhetische Fokussierung, Erscheinen von Raum und Linie, Erleben von Macht und Dominanz, Leiblichkeit durch fühlbare Energie, Erzeugung von Emotion und Atmosphäre, Reflexion von Kunst- und Ausstellungsbedingungen im White Cube. Bei der Werkbetrachtung gilt es außerdem die kontextuellen und materiellen Bedingungen sowie die jeweilige Einsatzart des weißen Lichts zu betrachten: stehende oder wandernde Scheinwerferkegel, frontales Blendlicht, raummodulierende Strahler, Blitz- und Flackerlicht, Lichtkörper, -schrift, -bild oder -raum sowie performative Kontexte, öffentlicher, musealer oder privater Raum. Wie zu sehen sein wird, sind Arbeiten mit weißem Licht ebenso vielfältig wie jene mit Farblicht, nur eben unbunt.

Dr. Yvonne Ziegler studierte von 1988 bis 1999 Psychologie, Kunstgeschichte und Soziologie in Freiburg i. Br. und Paris. Von 2000 bis 2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Sonderforschungsbereich Identitäten und Alteritäten. Nach ihrer Promotion über den Wiener Aktionisten Rudolf Schwarzkogler volontierte sie von 2004 bis 2006 am ZKM I Museum für Neue Kunst Karlsruhe. Seit 2007 ist sie als freie Kuratorin, Kunstkritikerin, Autorin und Dozentin für zeitgenössische Kunst in Freiburg i. Br. tätig.

Die Kunsthistorikerin kuratierte bzw. co-kuratierte unter anderem die große Überblicksschau Lichtkunst aus Kunstlicht im ZKM 2005, die Internationalen Lichttage Winterthur 2007 und die Regionale 14,15 und 16 im E-Werk Freiburg. Neben ihrer Lehrtätigkeit am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Freiburg (Seminare zu Lichtkunst, Performancekunst, Medienkunst und Installationskunst) schreibt sie regelmäßig für verschiedene Kunstinstitutionen, Fachzeitschriften und Tageszeitungen.

www.yvonne-ziegler.de

14.30 Uhr: Dr. Birgitta Heid - Die Herausforderung der limitierten Farbwahl in der Lichtkunst Dan Flavins

Der New Yorker Dan Flavin (1933–1996) ist der erste Künstler, der die Installation einer Standard- Leuchtstofflampe zu einem Kunstwerk erklärte. Hierbei war es nicht allein die Konstruktion der 8 ft. (bzw. 2,40- m) langen, gelb leuchtenden Lampe im Winkel von 45 Grad an einer Wand, sondern auch das sich an der Wand ausbreitende immaterielle Licht, das den Künstler daran faszinierte. Seitdem, also von 1963 an, bis zu seinem Tod 1996, das heißt über all die Jahre seines Kunstschaffens sollte er allein diese Art von Lichtquelle verwenden. Mit ihr schuf er Licht-Konstruktionen und Licht-Installationen, mit denen er Architekturelemente wie Wand oder Ecke oder auch ganze Räume in Farbe „eintauchen“ oder kommentieren konnte. Flavin stellte sich der Herausforderung der vom Handel angebotenen Farben, Formen und Längen. Bezüglich der Farben waren dies allein Blau, Grün, Gelb, Pink und Rot, Weißtöne gab es in Cool White, Daylight und Warm White. Seit den 1990er Jahren kam noch die UV-Lampe hinzu. Flavin setzte die Farben sowohl monochrom als auch in verschiedenen Kombinationen ein, so dass faszinierende Licht-Interaktion entstanden. Im Vortrag wird gezeigt, dass Dan Flavin trotz der limitierten Möglichkeit an Standard-Farben, eine faszinierende Bandbreite an Licht-Kombinationen und -Interaktionen erzielte. „Flavin has said that one of the reasons he uses fluorescent light as a medium is because he likes the challenge of working against the limitations presented in the narrow range of colors available and the even more limited choice of basic components of commercially available lamps and fixtures.“ (Emily S. Rauh, 1973). Gerade der konsequente, alleinige Einsatz des Standardmaterials der industriell hergestellten Leuchtstofflampe macht Dan Flavins Kunstansatz ganz besonders, was abschließend im Vergleich zu anderen Lichtkünstlern, die seit den sechziger Jahren künstliches Licht einsetzten, aufgezeigt werden soll.

Studium der Europäischen Kunstgeschichte und Erziehungswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg, Promotion: „Dan Flavins installations in fluorescent light im Kontext der Minimal Art und Kunstlicht-Kunst“. 2001/02 Wissenschaftliches Volontariat am Staatlichen Museum Schwerin und 2002–2004 an den Münchner Staatlichen Museen (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatliche Graphische Sammlung und Bayerisches Nationalmuseum). 2004–2007 wiss. Mitarbeit am Bayerischen Nationalmuseum. Seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin an der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Ausstellungen mit Beate Terfloth, Claude Heath oder Tal R in der „Schaustelle“ der Pinakothek der Moderne sowie anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Freundeskreises. Derzeit Vorbereitung eines Bestandskatalogs und einer Ausstellung zur Druckgraphik von Kiki Smith sowie kuratorische Assistenz u.a. zu Thea Djordjadze

16.00 Uhr Impulsvortrag: Prof. Dr. Pamela C. Scorzin M.A. - Der Mensch, der in der Farbe tanzt…Drake x James Turrell

Was wird gewonnen und was geht verloren, wenn Farblichträume der Modernen Kunst von der zeitgenössischen Popkultur appropriiert und zu spektakulärer Szenographie mit unterhaltsamem Eventcharakter umgewandelt werden? 2016 wurde ein Musikvideoclip für Drakes “Hotline Bling” (Regie: Director X) im Internet nicht nur aufgrund der darin stattfindenden extravaganten Tanzperformance des kanadischen Rapper Stars zum viralen Hit und modischen Welterfolg, sondern gerade auch weil sein abstraktes Setdesign unmittelbar mit den meditativ-monochromen Lichtkunsträumen des US-amerikanischen Künstlers James Turrell assoziiert und daher die Visuals kontrovers als Rip-off und Plagiat diskutiert wurden.

Das Impulsreferat stellt die Diskussion des mit zahlreichen Awards ausgezeichneten performativen Musikvideos jedoch mehr unter den Blickwinkel seiner popkulturellen Transformation und cross-medialen Disruption: Die von der Erfahrung des cineastischen Farbfilms inspirierten perzeptiven wie immersiven monochromen Lichtkunsträume James Turrells oder Douglas Wheelers werden heute wiederum in rhythmisch bewegte, farbige Bühnenbilder und filmische Performanceräume der digitalen Internetkultur gewandelt, und dienen hier als valorisierende künstlerische Folie und Resonanzkulisse für die Kreativität der globalen R&B und Hip-Hop Kultur. Diese Adaptionen und Synthesen sind einerseits charakteristisch für eine aktuelle nachmoderne Konvergenzkultur, die nicht mehr deutlich zwischen Kunst, Design und Popkultur unterscheidet, und andererseits symptomatisch für die breite Popularisierung der Lichtkunst insgesamt als unterhaltsames wie emotionales Spektakel in den letzten Jahren - mit all ihren Licht- und Schattenseiten.

Die dialektische Spannung aus Rahmung und Entgrenzung von abstrakten Farblichtspielen und ihrer Visualität in Szenographien wird im Symposiumsbeitrag anhand von einigen exemplarischen rhythmisch-performativen Beispielen - in denen ein Mensch, in der Farbe tanzt - von Loïe Fuller bis Drake andiskutiert.

Pamela C. Scorzin, geb. 1965 in Vicenza (Italien), studierte Europäische Kunstgeschichte, Philosophie, Geschichte und Anglistik in Stuttgart und Heidelberg. 1992 Magister Artium und 1994 Promotion zum Dr. phil. an der Ruprecht-Karls- Universität in Heidelberg. Nach Assistenz 2001 Habilitation am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt. Anschließend diverse Dozenturen und Professurvertretungen an den Universitäten Siegen und Frankfurt am Main sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zugleich freie Arbeit als Kunst-, Design- und Medientheoretikerin. Mitglied der AICA seit 2006. Außerdem seit 2008 Professorin für Kunstwissenschaft und Visuelle Kultur am Fachbereich Design der FH Dortmund. Internationale Veröffentlichungen (dt., engl., frz. und poln.) zur Kunst- und Kulturgeschichte des 17. – 21. Jahrhunderts. Lebt und forscht in Dortmund, Mailand und Los Angeles.

PROGRAMM SAMSTAG, 13.05.2017

11.00 Uhr: Dr. Andreas Beitin - Keynote – Aus Licht. Vom Enlightenment zum Environment

Nachdem Künstler Jahrhunderte lang Licht mittels weißer oder gelber Farbe dargestellt haben, entstand durch die revolutionäre Entwicklung und Ausbreitung künstlichen Lichts zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Kunst neben Malerei, Plastik oder der Fotografie eine neue Kunstgattung. Der Gebrauch elektrischen Lichts in Werken der bildenden Kunst nahm in den 1920er-Jahren seinen zaghaften Beginn und verbreitete sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zu einem nicht zu unterschätzenden Phänomen in der Kunst. Vor allem in den 1960er-Jahren hat der Einsatz von Licht in der Pop Art oder der Minimal Art für eine Ausweitung der ästhetischen Mittel gesorgt. Neben den ‚klassischen’ Lampenformen wie Leuchtstoff- oder Neonröhren werden heute auch neueste technische Mittel wie Laser oder OLEDs in der Lichtkunst eingesetzt. Welche unterschiedlichen Perspektiven nehmen Künstler in Bezug auf Licht als Medium der Kunst ein? Wie entwickelte sich die leuchtende Form der Kunst im 20. Jahrhundert und welche enge Verbindung besteht zwischen Lichtkunst und Werbung? Diesen und anderen Fragen geht der Vortrag „Aus Licht. Vom Enlightenment zum Environment“ von Dr. Andreas Beitin nach.

Dr. Andreas Beitin studierte Kunstgeschichte, Angewandte Kulturwissenschaften sowie Neuere und Neueste Geschichte. Im unmittelbaren Anschluss an seine Promotion war er von 2004 bis 2016 am ZKM | Museum für Neue Kunst in Karlsruhe tätig. Nachdem er zunächst in verschiedenen wissenschaftlichen und kuratorischen Positionen gewirkt hat, übernahm er im Jahr 2010 die Leitung des Museums. Während seiner Tätigkeit im ZKM war Dr. Beitin als Kurator und Co-Kurator für die Konzeption und Realisierung von vielen international beachteten Ausstellungen verantwortlich. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Texte im In- und Ausland publiziert und Vorträge gehalten; darüber hinaus trat er als Herausgeber verschiedener Publikationen in Erscheinung. Dr. Andreas Beitin wirkt seit vielen Jahren in zahlreichen Kunstjurys und wissenschaftlichen Gremien mit (u. a. The Watermill Center, New York; Fraunhofer-Gesellschaft, München; Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe; RWE Stiftung, Essen; Volkswagenstiftung, Hannover). Seit 2013 ist Andreas Beitin Vorsitzender des Beirates für bildende Kunst am Goethe-Institut. Von 2014-2015 unterrichtete er als Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst Karlsruhe. Seit Februar 2016 ist Dr. Andreas Beitin Direktor des Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen.

12.00 Uhr: drei künstlerische Positionen im Themenfeld:Lichtkunst und Farbe

Siegrun Appelt – Die Farbe im Weiß

Die Bedeutung von weißem Licht für Kunst, Wissenschaft, Technik und Wirtschaft nimmt zu. Augenmerk liegt immer mehr auf der Farbe im Weiß, die Einfluss nimmt auf das, was wir sehen, empfinden und erleben. Siegrun Appelts künstlerischen Arbeiten mit Licht wie auch den Projekten, die dem Konzept von „Langsames Licht / Slow Light“ folgen, liegt meistens weißes Licht als Ausgangsmaterial zugrunde – stets mit Blick auf das natürliche Licht, dessen Spektrum von ultraviolett bis infrarot reicht, und bei dem bis auf die Abend- und Morgenstunden im Allgemeinen von weißem Licht gesprochen wird. Die Projekte hinterfragen den heutigen Umgang mit Licht im alltäglichen Bereich – privat wie auch öffentlich.
Siegrun Appelt, 2017

Siegrun Appelt ist Künstlerin und hat 2010 das Projekt Langsames Licht / Slow Light ins Leben gerufen, das einen energieeffizienten und ästhetisch nachhaltigen Umgang mit Licht und Dunkelheit zum Ziel hat. Licht ist immer wieder Bestandteil ihrer Ausstellungsprojekte, wie z.B 2005 bei der Arbeit 288 kW im Kunsthaus Bregenz;
2006 114 kW, Kunsthalle Schirn, Frankfurt;
2008 64 kW bei Updating Germany im Deutschen Pavillon der 11. Architekturbiennale Venedig; 2010 Reale Formulierungen, ISEA / Duisburg;
2015 Graz – Reininghaus bei Licht, Joanneum Graz / KIÖR;
2016 5.3449019547362e+133 bei UAAB, Architekturbiennale Shenzhen;
2016 OLED+ mit Michel Müller (Architekt), Installation Merck Messestand, Light & Building, Frankfurt;
2016 Langsames Licht / Slow Light im Liebieghausgarten, Frankfurt; Erinnertes Licht, 2016 Galerie Stihl, Waiblingen

Siegrun Appelt is an artist based in Vienna, Austria; in 2010 she launched the project Langsames Licht / Slow Light, that aims for an energy-efficient and aesthetically sustainable approach to light and darkness.
Exhibition projects since 1987, including
2005 288 kW, Kunsthaus Bregenz;
2006 114 kW, Kunsthalle Schirn, Frankfurt;
2008 64 kW at Updating Germany in the German pavilion at the 11th Architecture Biennale in Venice;
2010 Reale Formulierungen (Real Formulations), ISEA / Duisburg;
2015 Graz – Reininghaus at Licht, Joanneum Graz / KIÖR;
2016 5.3449019547362e+133 at UAAB, Architecture Biennale in Shenzhen;
2016 OLED+ with Michel Müller (architect), installation at the Merck booth, Light & Building, Frankfurt;
2016 Langsames Licht / Slow Light im Liebieghausgarten (Langsames Licht / Slow Light in the garden of the Liebieghaus), Frankfurt;
2016 Erinnertes Licht (Remembered Light), Galerie Stihl, Waiblingen

www.siegrunappelt.com

Siegrun Appelt, „64 kW“, Deutscher Pavillon „Updating Germany“, Architekturbiennale Venedig, 2008, Foto: Siegrun Appelt
Siegrun Appelt, „Reale Formulierungen“, Lichtinstallation anlässlich „Ruhrlights 2010“ (Mühlheim an der Ruhr) (© Siegrun Appelt, 2015)
Lichtprojekt Graz - Reininghaus (© Siegrun Appelt, 2015). Anlässlich der Ausstellung Licht 2015 von Kunst in öffentlichen Raum, Universalmuseum Joanneum Nr. 2.
Siegrun Appelt, „Erinnertes Licht“, Lichtinstalltion in der Galerie Stihl Waiblingen anlässlich „Aufstiege 2106“ (© S.Appelt 2016)
Siegrun Appelt, „Erinnertes Licht“, Lichtinstalltion in der Galerie Stihl Waiblingen anlässlich „Aufstiege 2016“ (© S.Appelt 2016)
„Abstrakte Formulierungen“ (© S.Appelt 2008)
„Abstrakte Formulierungen“ (© S.Appelt 2008)
„Abstrakte Formulierungen“ (Deutscher Pavillon anlässlich „Sehnsucht“, Architekturbiennale 2010) - (© S.Appelt 2010)

Daniel Hausig – Metamere Farben

Die Farberzeugung mit frequenzmodulierten Farb-Licht-Systemen oder mittels reaktiven Farbstoffen, wirken sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens aus und verändern die Farbwahrnehmung auf elementare Weise. Tradierte Farbbegriffe werden dadurch erweitert, verändern sich und benötigen auf Seiten der Rezipienten eine Übersetzung. Diesbezüglich konzipiert das künstlerische Projekt „Metamere Farben“ von Daniel Hausig einen experimentellen Ansatz. Exemplarisch zeigt er in seinem Vortrag anhand von Architekturfarbigkeit, wie sich bedingt gleiche (metamere) Farben, zwischen historischen Farbkonzepten und aktuellen Farb-Licht-Systemen in ihrer Bedeutung von Stofflichkeit, Materialität, Immaterialität und Virtualität wandeln.

(* 1959 in Kreuzlingen, Schweiz) ist bildender Künstler mit dem Schwerpunkt Licht und Intermedia. Er arbeitet hauptsächlich mit Licht in Installationen und Fotografie. Dabei interessieren ihn Lichtquellen in ihrer Relation zum räumlichen, auch architektonischen Kontext. Speziell beschäftigt sich Daniel Hausig mit Leuchtsystemen auf dem Gebiet der Lumineszenz. Seit 1999 hat er eine Professur für Licht und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar.

www.daniel-hausig.de

Daniel Hausig, „Seitenlicht, Versuchsanordnung IV“, 2016, Installationsansicht Zentrum für Lichtkunst, Unna, Foto: Daniel Hausig
Daniel Hausig, „Voice-Decoder“, 2006 Saarlandmuseum Saarbrücken, Foto: Daniel Hausig
Daniel Hausig, „Licht.lokal“, 2005, Installationsansicht Kunsthalle Göppingen, Foto: Daniel Hausig
Daniel Hausig, „Farbdpesche“, 2014, Installationsansicht Landesmuseum Hannover, Foto: Daniel Hausig
Daniel Hausig, „Boxenstop“, 2000, Installationsansicht Lichtparcours Braunschweig, Foto: Daniel Hausig

Claudia Schmacke – fluid light

Claudia Schmacke arbeitet im Bereich der Bildhauerei, Installation und Neuen Medien, schwerpunktmäßig zum Thema Wasser. Sie erforscht in ihrer Arbeit Fragen der Temporalität und Wahrnehmung. Sie entwickelt ihre Installationen häufig für spezifische Orte und interessiert sich dafür, wie Werk und Site im Dialog stehen.
In etlichen ihrer Werke spielen Licht und Farbe eine wichtige Rolle, so arbeitet sie z.B. mit peziellen Wassermarkierstoffen, sogenannte Tracern, die auch in Forschung und Medizin eingesetzt werden. Diese Verfremdung durch intensiv grün leuchtende Flüssigkeiten nutzt Claudia Schmacke immer wieder in ihrem Werk. Bei „Der grüne Bereich/the green zone“ (Video), realisiert für die erste internationale Lodz Biennale in Polen, strömt grün fluoreszierendes Wasser aus den Ausgüssen von vier Waschbecken eines Waschraumes. Die Becken sind durch Schwarzlicht erleuchtet, so wirkt der Raum selbst relativ dunkel, während das Wasser in den Becken seltsam grün leuchtet. Die Becken füllen sich alle gleichzeitig langsam bis zum Rand, bis das Wasser beinah überzufließen droht, dann sinkt der Wasserspiegel in allen Becken wieder ab. Nach einer kurzen Pause wiederholt sich der Prozess. Die Schnittstelle von Trink- und Abwasser wird in dieser Installation durch die künstlerische Intervention sichtbar.
Bei ihren Installationen im öffentlichen Raum spielt Licht eine wichtige Rolle. „Undine“ (Video) befindet sich in einem Nebenarm der Lippe und ist Teil der „Lichtpromenade Lippstadt“, deren Kunstprojekte nur nachts zum Leben erwachen. In Intervallen leuchtet ein magisches grünes Auge im Fluss auf. Ohne erkennbare Ursache bildet sich auf der Wasserfläche ein grün leuchtender Strudel. In der Dunkelheit des Flusses wird für kurze Zeit eine rätselhafte, verführerische, vielleicht auch unheimliche Erscheinung sichtbar, bevor sie wieder verschwindet. Nach einigen Minuten erscheint stattdessen ein hell leuchtender, laut sprudelnder Geysir und beruhigt sich wieder, dann beginnt das Wechselspiel von neuem. Das Grün erscheint hier durch Unterwasserspots mit grünen Glasfiltern. Häufig thematisiert Claudia Schmacke die Ambivalenz des flüssigen Mediums, so auch in ihrer Installation "higgs ocean" (Video) für die Ausstellung "Rolli contemporanei" im Palazzo Marini de Croce in Genua. Hier wurden im Innenhof des Atriumbaus hunderte von transparenten Plastiktüten installiert, welche mit fluoreszierend grün eingefärbtem Wasser gefüllt wurden. Das Leuchten der Flüssigkeit wurde durch einen intensiven Schwarzlichtstrahler verstärkt, so dass die einzelnen Tüten intensiv grün leuchteten und zusammen ein Lichtfeld bildeten.

Geb. 1963 in Witten, lebt und arbeitet in Berlin. 1986 - 88 Kunststudium an der GhK Kassel, der HdK Berlin und der Gerrit- Rietveld://-Academie, Amsterdam.1989 - 92 Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Fritz Schwegler. 1991 Meisterschülerin bei Professor Schwegler. Seit 1998 künstlerische Lehrkraft für Modellieren an der Kunstakademie Düsseldorf und Gastdozentin an verschiedenen internationalen Hochschulen. Nationale und internationale Stipendien und Preise, u.a. Freund Fellow, Washington University; DaimlerChrysler Fellow, Casa di Goethe, Rom; IRCA, Kyoto University; ISCP, New York; Chinati Foundation, Marfa; DAAD-Stipendium, Italien. Internationale Einzel- und Gruppen-ausstellungen u.a Kunstverein Kassel; Kunsthalle Recklinghausen; Centre of Contemporary Art, Torun, Polen; Flottmann-Hallen, Herne; Martin-Gropius Bau, Berlin; Frauenmuseum Bonn; Rauman Taidemuseo, Rauma, Finnland; National Center of Contemporary Art, Moskau; Saint Louis Art Museum, St. Louis; National Center of Contemporary Art, Nischni Nowgorod; Plane Space Gallery, New York; Casa di Goethe, Rom. Werke im öffentlichen Raum und in privaten und öffentlichen Sammlungen.

www.schmacke.net

Claudia Schmacke, „undine“, permanente Außeninstallation „Lichtpromenade Lippstadt”, Lippstadt im Rahmen des Projektes „Hellweg - ein Lichtweg”, 2005, Unterwasserpropeller, 4 Unterwasserscheinwerfer mit grünen Kristallglasfiltern, Edelstahlkonstruktion, Betonplatte, elektronische Schaltanlage, Foto: Josef Wittrock
Claudia Schmacke, "Der grüne Bereich/the green zone", Internationale Biennale Lodz, Polen 2004 ,Wasser, Schwarzlicht, Kupferrohr, fluoreszierendes grünes Pigment, Pumpen, digitale Relais, Wassertanks, Waschbecken, Foto: Robert Scheipner, Berlin
Claudia Schmacke, "HIGGS OCEAN", 2007, Installation im Palazzo Marini de Croce, Genua, Italien im Rahmen der Ausstellung "Rollo Contemporanei", in Zusammenarbeit mit der Rebecca Container Gallery und dem Goethe Institut Genua Schwarzlichtstrahler, PE-Folienbeutel, Wasser, fluoreszierendes Pigment, Foto: Claudia Schmacke
Claudia Schmacke, "HIGGS OCEAN", 2007, Installation im Palazzo Marini de Croce, Genua, Italien im Rahmen der Ausstellung "Rollo Contemporanei", in Zusammenarbeit mit der Rebecca Container Gallery und dem Goethe Institut Genua Schwarzlichtstrahler, PE-Folienbeutel, Wasser, fluoreszierendes Pigment, Foto: Claudia Schmacke

15.00 Uhr: LIFAresearch: Update

LIFA (Light In Fine Arts) ist ein hochschulübergreifendes Forschungsprojekt des Experimental Media Lab der HBKsaar, fokussiert auf Werke, die physikalisches Licht als Gestaltungsmaterial oder primäres Medium verwenden. In LIFAresearch recherchieren die Initiatoren Material zu wichtigen internationalen Positionen der Lichtkunst und stellen es mit Angaben zur Person und zum Werk unter lichtkunstspezifischen Schlagworten, die einzeln aufgerufenen und auf ihre Relevanz in Bezug auf die Werke der bislang erfassten Künstlerinnen und Künstler hin befragt werden können, in der Datenbank zur Verfügung. Das ist das Ziel, und wir sind auf dem Weg dahin. Zwei Jahre nach dem Start des Projekt liegen erste Ergebnisse vor. Über diese wie über die weiteren Schritte werden wir unter »LIFAresearch: Update« auf dem Kolloquium berichten. Inzwischen steht eine Betaversion von LIFAresearch mit ca. 130 Werken von mehr als 100 Künstler*innen im Netz http://www.lifa-research.org. Dort können die Arbeiten u.a. nach bestimmten Gattungsbegriffen wie Objekt, Plastik, Skulptur, Installation oder nach Schlagworten wie Ortsbezug, temporär/ephemer oder Musik/Sound/Audio aufgerufen werden. Formuliert und inzwischen eingereicht wurde bei der DFG für den Schwerpunkt Innovative Informationsstrukturen ein Förderantrag, über den sicher bis Ende des Jahre entschieden werden wird. Weiter diskutieren müssen wir über die Kriterien der Aufnahme in das digitale Archiv, über die weitere Verschlagwortung und über die zukünftige Organisationsstruktur von LIFAresearch nach der erwarteten Bewilligung des DFG-Antrags. Nach kurzen Statements von uns ist dieser Programmpunkt als offene Diskussion mit dem Plenum angelegt.

LIFAresearch - Forschungsnetzwerk für Licht in der Bildenden KunstDie Kolloquien

LIFA versteht sich als ein Projekt unter kooperierenden Institutionen und HochschullehrerInnen, die das Konzept einer Infrastruktur zur Lichtforschung entwickeln und umsetzen wollen. Lichtkünstlerische Positionen sollen nach wissenschaftlichen Standards erfasst, international vergleichbar und in der Datenbank LIFAresearch sichtbar gemacht werden. Sowohl die Relevanz von Licht im OEuvre von zeitgenössischen KünstlerInnen wie auch wichtige Arbeiten der lichtkünstlerischen Pioniere des letzten Jahrhunderts sollen durch dieses Forschungsprojekt erfasst, vermittelt und in thematischen Zusammenhängen bewertet werden. Allen Kooperationspartnern soll die Datenbank für Lehre, Forschung und Recherche zur Verfügung stehen. Ein Prototyp der nichtkommerziellen Plattform wurde auf dem LIFA Kolloquium III im November 2015 am Experimental Media Lab – xm:lab der Hochschule der Bildenden Künste Saar vorgestellt. Zur Weiterentwicklung des Projekts initiert das Forschungsnetzwerk regelmäßig Kolloquien

LIFA Kolloquium IV ⎜Universität für angewandte Kunst Wien 6. bis 8. April 2016

Nach den guten Erfahrungen mit der Einführung von Rahmenthemen wurde für das Kolloquiums IV das Thema ›Lichtkunst und Architektur‹ formuliert. Indem aus der Perspektive einer Architekturtheoretikerin, eines Architekten, einer Kuratorin und eines Künstler/Architekten das Verhältnis dieser beiden Gattungen behandelt worden war, ergaben sich schon in der unmittelbar anschließenden, vor allem aber in der abschließenden Diskussion überraschende Einsichten in die komplexe Abhängigkeit von Licht(Kunst) und überbautem Raum. Unter Update LIFA referierte das Team über LIFAresearch, die sich bei der Aufnahme ins Archiv inzwischen abzeichnenden Standards und gaben Anleitung zum Archivieren selbst. Erneut deutlich wurde die Dringlichkeit der Einrichtung einer Stelle für die Verwaltung der bislang erfassten Positionen, die Ergänzung der Einträge durch die Korrekturen der KünsterInnen, die Koordination der temporär tätigen Studierenden und die Organisation der überaus wichtigen Kolloquien.


LIFA Kolloquium III ⎜Hochschule für Bildende Künste Saar 6. und 7. November 2015

Im Mittelpunkt des dritten Kolloquiums stand der fachliche Austausch zu den Aspekten Farbe und Raum sowie zur Forschung mit einem besonderen Bezug zu Licht in der Bildenden Kunst. Auf der Grundlage moderierter Podiumsgespräche wurde die Diskussion im Kollegium und mit dem anwesenden Publikum genutzt, um weiterführende Fragestellungen zu erreichen. Vorgestellt werden konnte eine Betaversion von LIFAresearch. Es wurde deutlich, dass die Arbeit daran enorm sein wird und nur durch die Einrichtung einer Stelle bewältigt werden kann. Angeregt wurde die Übernahme bestehender Archive, die Verknüpfung mit existierenden Datenbanken; nachträglich vorgeschlagen wurden (nach Einladung) das Ausfüllen der Masken durch die KünstlerInnen und die Einführung von Pflicht- und Zusatzfeldern. Unbestritten im Plenum war die Notwendigkeit eines solchen Archivs, um die Akzeptanz der Lichtkunst insgesamt zu erhöhen und den Kanon der Positionen zu erweitern.


LIFA Kolloquium II ⎜Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 20. Februar 2015

Das zweite Kolloquium fand im Rahmen des ›Lichtcampus‹, einem interdisziplinären Treffen von Hochschulen und Unternehmen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg statt. Auf dem halbtägigen Programm standen die Vorstellung und Diskussion verschiedener Hochschulprojekte, die Verabredung zu dem gemeinsamen Forschungsprojekt LIFAresearch und die Vorbereitung von Lehrveranstaltungen im Internationalen Jahr des Lichts 2015. Das nächste Kolloquium, erneut an der HBKsaar, sollte stärker inhaltlich ausgerichtet sein und auf verschiedenen Panels grundsätzliche Fragen künstlerischer Arbeiten mit Licht behandeln.


LIFA Kolloquium I ⎜Hochschule für Bildende Künste Saar 12. und 13. Juni 2014

Beim ersten Kolloquium hatten Daniel Hausig und Bettina Catler-Pelz zu einem ›Tischgespräch‹ an die Hochschule für Bildende Künste Saar geladen. In kollegialer Gesprächsrunde wurde über die zunehmende Relevanz von Licht als Material und Medium in der zeitgenössischen Kunst diskutiert. Zusammengekommen waren KünstlerInnen, Kunsthistoriker und Kunstvermittler, die sich in ihrer Lehre und/oder Forschung mit dem Einsatz von Licht auseinandersetzen. Ziel war es, eine Diskussion darüber anzustoßen, ob und wie sich diese Entwicklungen an Kunsthochschulen im deutschsprachigen Raum wiederfinden und ob relevante Positionen eventuell in einem Archiv erfasst werden können.


LIFA Initiatoren und Team

Michael Schwarz

*1940 in Greifswald, Studium der Kunstgeschichte, klassischen Archäologie und Publizistik in München, Wien und Münster; Promotion 1966, Volontär am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, Lichtwark-Assistent an der Hamburger Kunsthalle, 1974 bis 1982 Leiter des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe, 1983 Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Forschungssemester in Florenz und in Flagstaff, USA, 1996 bis 2004 Präsident der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Vorträge und Texte zur zeitgenössischen Kunst, seit 2014 zusammen mit Bettina Pelz und Daniel Hausig Konzept, Recherche und Analyse der internationalen Datenbank Light in Fine Arts (LIFA), Forschungsprojekt am Experimental Media Lab der Hochschule für Bildende Künste Saar.

LIFA, Light in Fine Arts, versteht sich als ein Projekt unter kooperierenden Institutionen und HochschullehrerInnen, die gemeinsam das Konzept für eine Infrastruktur zur Lichtkunstforschung entwickeln und umsetzen. Lichtkünstlerische Positionen sollen nach festgelegten Standards erfasst, international vergleichbar und sichtbar gemacht werden.

www.michaelschwarz.org

Prof. Daniel Hausig

(* 1959 in Kreuzlingen, Schweiz) ist bildender Künstler mit dem Schwerpunkt Licht und Intermedia. Er arbeitet hauptsächlich mit Licht in Installationen und Fotografie. Dabei interessieren ihn Lichtquellen in ihrer Relation zum räumlichen, auch architektonischen Kontext. Speziell beschäftigt sich Daniel Hausig mit Leuchtsystemen auf dem Gebiet der Lumineszenz. Seit 1999 hat er eine Professur für Licht und Intermedia an der Hochschule der Bildenden Künste Saar.

Bettina Pelz

Kuratorin mit Schwerpunkt Licht in der Bildenden Kunst

Seit 2015 Entwicklung und Aufbau von LIFAresearch, eines digitalen Sammlungssystems zu Licht in der Bildenden Kunst zusammen mit Prof. Daniel Hausig und Prof. Dr. Michael Schwarz mit Sitz an der HBKsaar. Seit 2014 Entwicklung und Aufbau des LIFAcolloquiums, eines hochschul-übergreifenden Arbeitskreises zu Licht in der Bildenden Kunst zusammen mit Prof. Daniel Hausig. Seit 2015 Entwicklung und Aufbau des Lichtcampus, eines hochschul-übergreifenden Forums zum interdisziplinären Austausch zu Licht in Architektur, Design, Kunst, Medien, Technik und Wissenschaft. Seit 2004 regelässige Lehrtätigkeit an Hochschulschulen, vor allem in Deutschland. Seit 1996 freie kuratorische Tätigkeit, seit 2000 mit dem Schwerpunkt Licht in der Bildenden Kunst. Aktuelle Ausstellungsprojekte in Deutschland, Kanada und Tunesien.

www.bettinapelz.de

Dr. Soenke Zehle

Medientheoretiker, schreibt, unterrichtet, kuratiert rund um kollaborative Forschungsvorhaben an den Schnittstellen von Kunst, Technik, Gestaltung. Mitgründer des xm:lab - Experimental Media Lab an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, assoziiert am Ubiquitous Media Technologies Lab (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz). Mitgründer und Mitgeschäftsführer der K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH. Ko-kuratierte Ausstellungen u.a. ZKM, FACT (UK), Heinrich-Heine-Haus (Paris), Nationalgalerie (Vilnius), National Taiwan Museum of Fine Arts (Taipei).

www.xmlab.org


gedruckt am: 14.12.2018  06:56