Berlinale: Abschlussfilm „Valentina“ feiert Weltpremiere

Der Abschlussfilm „Valentina“ unserer Absolventin Luise Schröder hat es ins Programm der diesjährigen Berlinale geschafft. Dort feiert er am 18. und 19. Februar Weltpremiere in der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“. Im Mittelpunkt des Films steht die zehnjährige Valentina, die in einer Armensiedlung im mazedonischen Roma-Viertel Shutka aufwächst.

Luise Schröder startete im Jahr 2005 an der Fachhochschule Dortmund im Studiengang „Film/Fernsehen, Studienrichtung Kamera“. Für ihren Abschlussfilm „Valentina“ reiste sie schließlich für insgesamt vier Monate nach Mazedonien, wo sie in der Hauptstadt Skopje das Roma-Viertel „Shutka” besuchte und in den Alltag der Menschen am Stadtrand eintauchte. Zurück kam sie mit Filmaufnahmen für das Portrait der Familie Demaili – mit der titelgebenden Valentina als Protagonistin.

Die Stoffentwicklung für das dokumentarische Projekt hatte Luise Schröder im Frühjahr 2013 begonnen. Das Konzept schrieb sie gemeinsam mit Maximilian Feldmann, der an der Filmakademie Baden-Württemberg Dokumentarfilmregie studierte. Mit ihm realisierte sie bereits vorherige Filme, darunter „Caracas“, der 2014 auf dem Dokumentarfilmfestival DOKLeipzig im Deutschen Wettbewerb lief. Für ihren gemeinsamen Diplomfilm „Valentina“ drehten sie insgesamt sieben Wochen in Mazedonien.

Bestnote bei der Diplomprüfung

Als Luise Schröder im Juni 2014 zur Diplomprüfung bei Prof. Sandra Hacker und Harald Opel eine frühe Fassung von „Valentina“ präsentierte, erhielt sie die Bestnote 1,0. Begleitet von Dozent Rainer Komers, der sich als dramaturgischer Berater an der Produktion beteiligte, und Oscar Stiebitz, ehemaliger Sounddesign-Student unserer FH, erfolgte die Fertigstellung Anfang 2016.

In dem 51-minütigen Schwarz-Weiß-Film erzählt die Protagonistin Valentina eindrucksvoll und detailreich die Geschichte ihrer zwölfköpfigen Familie, die eine baufällige Ein-Zimmer-Hütte im Roma-Viertel bewohnt. „Sie sind zu uns armen Leuten gekommen, um zu filmen. Um zu sehen, wer wir sind und um es anderen zu zeigen“, kommentiert Valentina selbst das Filmprojekt, das jetzt auf der 66. Berlinale für große Aufmerksamkeit sorgen dürfte – ein intimes Familienporträt mit einer starken kleinen Erzählerin.


Zur Person:

FH-Absolventin Luise Schröder arbeitet seit ihrem Abschluss 2014 als freie Kamerafrau für nationale und internationale Dokumentarfilm-Produktionen und lebt in Berlin. Zusammen mit Maximilian Feldmann plant sie aktuell ein Patenprogramm für den Schulbesuch der Kinder der Familie Demaili, Renovierungsarbeiten am Haus und juristische Hilfe für die Bewilligung des Sozialhilfeantrags. Weitere Informationen dazu gibt es hier auf der Webseite des Films.