Kooperationsprojekt mit Studierenden aus der Mongolei

Workshop zur Erstellung einer audio-visuellen Performance in Zusammenarbeit des Stg. Film&Sound im FB-Design der FH-Dortmund mit einer Delegation von Film-, Tanz- und Musik-Studierenden der Mongolian States University of Arts and Culture in Kooperation mit der NGO Urban Nomads // Nomad Citizens.

Dortmund 21. November bis 4. Dezember 2015

Seit einigen Jahren gibt es schon Aktivitäten einzelner Dozenten des Fachbereichs Design der FH-Dortmund in Zusammenarbeit mit der NGO Urban Nomads // Nomad Citizens und der Mongolian States University of Arts and Culture (MSUAC)

Film&Sound-Dozenten der FH-Dortmund gaben im Herbst 2014 einen Workshop in der MSUAC zur Erstellung eines 15-minütigen Kurzfilms über die Mongolei. Der Film „Mongolian Soundscapes – Tradition – Transition – Modernity“ wurde zum Abschluss des Workshops in Ulan Bator uraufgeführt. Konsequenz dieses Workshops ist eine bilaterale Hochschulpartnerschaft zwischen der FH-Dortmund und der MSUAC, welche im Frühjahr 2015 ratifiziert wurde.

Erste Aktivität dieser nun etablierten Hochschulpartnerschaft war ein Workshop mit mongolischen Studierenden aus den Bereichen Film, Radio, Tanz und Musik in der Hochschuletage des Dortmunder U. Resultat dieses von 21. November bis 4. Dezember ausgerichteten Workshops, welcher ebenfalls unter Leitung der drei Dozenten Prof. J.U.Lensing, Harald Opel und German Wiener und mit Beteiligung von Dortmunder Studierenden stattfand, ist eine audio-visuelle Performance unter dem Arbeitstitel "Blicke auf das Ruhrgebiet - gesehen durch die Augen mongolischer Gäste".

Der 2014er Kurzfilm wurde zum Abschluss des Workshops  zusammen mit dieser aktuellen audio-visuellen Performance „Mongol Ruhr – Der fremde Blick auf das scheinbar Eigene“ als Abendprogramm am 4.12.2015 im Hörsaal des FB-Design der FH-Dortmund gezeigt und zu Gehör gebracht. Am Tag darauf wurde dieses Programm noch einmal in der mongolischen Botschaft in Berlin öffentlich aufgeführt, bevor die mongolische Delegation am 5. Dezember die Rückreise nach Ulan Bator antrat.

Die Gruppe hat in den 12 Arbeitstagen ein strammes Programm absolviert, welches locker mit Sightseeing in Dortmund, dem Besuch der Ausstellung „100 Jahre Westfalen“ begann, dann aber schon am zweiten Arbeitstag weiterging mit einem Besuch des NRW-Landtags in Düsseldorf, der Begegnung mit dem Landtags-Vizepräsidenten Oliver Keymis, dem Besuch der Zeche Zollern am dritten Tag und anschließenden Vorträgen von Bolormaa Boldbataar und Prof. Erdenechimeg Chogdon im Hörsaal des FB-Design.

Am 4. Arbeitstag gab es dann ein Location-Scouting von drei Arbeitsgruppen in Dortmund mit anschließender konzeptioneller Besprechung des zu erstellenden audio-visuellen Programm. Die Arbeitstage 5 – 7 dienten dem Drehen von Material in zwei voneinander getrennten Drehteams, sowie der Erarbeitung eines Tanz- und Musikkonzepts für die Präsentation in einer Performancegruppe unter anderem durch einen ergänzenden Workshop im THEATER DER KLÄNGE in Düsseldorf. Die Abende dienten dem Besuch des parallel laufenden „Blicke“-Filmfestivals. Am 8. Arbeitstag wurde das aufgenommen Material gesichtet und die erstellten Musikstücke im Tonstudio der FH aufgenommen. Am 9. Arbeitstag wurde das Material montiert und die Performance in Endproben im Dortmunder U fixiert. Diese Arbeiten wurden von einer Delegation der Asienwissensschaften der Universität Bonn begleitet. Prof Dr. Ines Stolpe hielt an diesem Tag einen Vortrag über die Asienstudien in Bonn. Die Anwesenheit der Gruppe im U wurde genutzt, um eine Hauptprobe der Performancegruppe vor diesem Publikum zu zeigen. Der 10. Arbeitstag diente der technische Einrichtung des Hörsaals im FB-Design, sowie dem Finishing der Filmmontage, um am Abend dieses Tages die Generalprobe durchzuführen. Am 11. Arbeitstag, Donnerstag, dem 3. Dezember 2015 fand dann die Präsentation des 2014er Films und die Premiere der audio-visuellen Performance aus diesem Workshop vor großem Publikum im Hörsaal des FB-Design der FH-Dortmund statt. Aber auch der Tag danach war noch ein und damit der final 12. Arbeitstag, da das gesamte Dortmunder Programm am Abend in der mongolischen Botschaft in Berlin erneut vor Publikum präsentiert wurde.

Es bleibt zu wünschen, dass sich diese Partnerschaft nun auch auf die anderen Studiengänge im Fachbereich Design ausweitet. Interesse daran wurde deutlich von Seiten der mongolischen Gäste signalisiert. Die ingesamt 14 Tage Workshop führten auf jeden Fall zu einer Vertiefung des Austauschs, wie zu persönlichen Kontakten zwischen Mongolen und Deutschen und zu zahlreichen wertvollen Lern- und Lehrerfahrungen im Kontext dieser interkulturellen Zusammenarbeit!