Wettbewerb LWL - Freilichtmuseum Hagen in Kooperation mit dem Fachbereich Design

Das Westfälische Landesmuseum für Handwerk und Technik lobte 2010 in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund Fachbereich Design einen Wettbewerb für Studierende aus.

Für die Neugestaltung des Weges zum Museum sollten inhaltlich auf das Museum bezogene Ideen entwickelt werden, die den Besuchern den Weg zum Museum zeigen und verkürzen sollten. Frau Dr. Hufschmidt sprach den Fachbereich Design direkt an, Frau Prof. Fuchs übernahm die Betreuung des Drittmittel Projektes seitens des Fachhbereichs.

Der Wettbewerb wurde zweiphasig ausgeführt. Prämiert wurden zwei Gruppen von Studierenden des Masterstudiengangs Szenografie. Der erste Preis ging an die Arbeit Schellenspiel von Judith Kückmann und Sandra Swienty. Der westfälische Himmel von Olga Kröhmer, Sophia Pollmüller und Jing Liang erhielt den zweiten Preis. Die Realisierung und Umsetzung der beiden großformatigen Metallkonstruktionen wurde in Folge der Preisverleihung beauftragt und als Drittmittelprojekt realisiert und umgesetzt. Betreut wurde der Wettbewerb seitens der Fachhochschule von Prof. Nora Fuchs mit großer Unterstützung durch Dipl. Des. Manfred Jockheck. Entstanden sind zwei ungewöhnliche Arbeiten, die den Besucher überraschen werden und neugierig machen auf weiteres.

Auf ihrem Weg zum Museumseingang werden die Besucher von einem Portal empfangen. Die Installation bildet einen Gang, der durch das stilisierte, westfälische Bauernhaus führt. Diese Arbeit wurde von Olga Kröhmer, Jing Liang und Sophia Pollmüller entworfen und umgesetzt. Das Haus wird von einem "Schwarm" aus Werkzeugen durchzogen, die den Bereichen Handwerk und Technik entspringen. Durch die Verdichtung und Lockerung entsteht unter dem Dach ein dreidimensionales Objekt, das durch seine elliptische Form an einen Bienenschwarm erinnert. Mit dieser dynamischen Bewegung werden die Museumsbesucher in Richtung Eingang geleitet. Ähnlich wie bei einer Strichzeichnung sind die Objekte in Metall umgesetzt. Bei genauer Betrachtung findet der Besucher die Museumskatze wieder, die sich in dem strudelähnlichem Gebilde versteckt hat.

Das Schellenspiel ist eine interaktive Arbeit. Sie zeigt den vergrößerten Zwischenschritt bei der Herstellung einer Kuhschelle. Nicht nur der Rohling ist formbildend - zum füllen der Wände werden die original großen, fertigen Kuhschellen additiv eingearbeitet. In den Aussparungen des Metalls schwingen die Schellen frei, bewegen sich im Wind oder animieren den Besucher zur Interaktion.So entsteht die erste Berührung mit dem Material - der Klang ertönt und ist von weitem zu hören.

Zu finden ist die hohe und betretbare Schelle aus Cortenstahl auf dem ca. 300 Meter langen Weg vom Parkplatz zum eigentlichen Eingang des Freilichtmuseums. Die Verfasserinnen der Schelle heißen Judith Kückmann und Sandra Swienty und studieren im Masterstudiengang Szenografie.

Schellenspiel Judith Kückmann / Sandra Swienty
Schellenspiel Judith Kückmann / Sandra Swienty
Schellenspiel Judith Kückmann / Sandra Swienty
Westfälischer Himmel Olga Kröhmer / Jing Liang / Sophia Pollmüller aus der Gruppe SzenoPRISMA
Westfälischer Himmel Olga Kröhmer / Jing Liang / Sophia Pollmüller aus der Gruppe SzenoPRISMA
 

gedruckt am: 18.01.2018  16:28