zuletzt geändert am:

  • 09.01.2015

Peer Raben Music Award für die Filmmusik zum Kurzfilm "Jetzt ist wichtig"

Zum zweiten Mal vergeben wurde bei SoundTrack_Cologne 7.0 der Peer Raben Music Award für die beste Musik in einem Kurzfilm. Gesucht wurden Filmscores mit innovativer und dramaturgisch nachvollziehbarer Verwendung von Musik und Ton in Beziehung zum Bild. Von 160 Einreichungen wurden in diesem Jahr elf für den Preis nominiert. Erfüllt wurden diese Kriterien in dem Score von Jewgeni Birkhoff für den Film JETZT IST WICHTIG.

 

In der Jury der Soundtrack_Cologne waren Florian Mischa Böder, Roswitha Esther und Florian Moser. Der Sieger des Peer Raben Music Awards bekommt einen Geldpreis von 1.500 Euro verliehen.

 

Aus der Begründung der Jury: „Jewgeni Birkhoffs Komposition führt durch den Film und integriert alle anderen Elemente der Narration und des Sound Designs. Sie wirkt sowohl auf intellektueller als auch auf emotionaler Ebene und erschafft ein Kunstwerk, das mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Peer Raben hätte es geliebt.“

 

 

Entstanden ist diese Musik im Seminar "auditives Gestalten" von Prof. J.U.Lensing (FH-Dortmund - FB-Design).

Das studentische Team aus dem Diplomstudiengang "Film/Fernsehen"- Max Kluger, Tina Porsche, Guido Rambeck und Cengiz Sunter - stellte im Sommersemester 2008 den 15-minütigen Kurzfilm zur Themenstellung "Alt-Jung" her. Auditives Konzept war von Beginn an, einen 3-aktigen Kurzfilm zu montieren, der im ersten und dritten Akt mit einer Klangfläche und im zweiten Akt mit einem durchbrochenen, sich entwickelnden Thema arbeitet.

 

Zu Beginn des WS 08/09 lag dieses Tonlayout vor.

Im Film selbst gab es zwei aus dem dokumentarischen Material stammende Musikstücke, die von einem Altenheimbewohner gespielt wurden.

Ein Spieluhrmotiv "This is my way" und eine Violinenversion - vom Altenheimbewohner selber gespielt - "Hoch auf dem gelben Wagen".

 

Jewgeni Birkhoff, der sich als Musik- und Medien-Absolvent der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei Prof. Lensing erkundigt hatte, ob es eine Möglichkeit der musikalischen Mitwirkung in einem seiner Seminare gäbe, wurde von ihm für das WS 08/09 zur Mitarbeit an dem fertig layouteten Projekt eingeladen, da es in der FH-Dortmund bis dato keine expliziten Musik- oder Sound-Design-Studenten gibt.

 

Die Idee zur Klangfläche für den ersten und dritten Akt wurde auf der Grundlage der Harmonik des Spieluhrenmotiv von Jewegeni Birkhoff harmonisiert, genauso wie aus dem Volksliedmotiv, welches im dritten Akt von der Violine gespielt wird im zweiten Akt eine Entwicklung in einer Harfenstimme vorangetrieben, welche sich am Ende des dritten Aktes als erkennbares Liedmotiv auf ein Uhrenticken setzt. Die Entwicklung dieser mit der vorhandenen Diegetic Music sich verzahnenden Scoremusic wurde im Dialog und durch die strenge Vorgabe des Montage-Layouts im Seminar in mehreren Schritten entwickelt und durch Jewgeni Birkhoff elektronisch umgesetzt.

 

Der Film mit dieser Vertonung wurde im letzten Jahr auf der DVD "Documentaries?" durch den FB-Design der FH-Dortmund im Jahrbuch "Reflektor 2" veröffentlicht.

 

Es ist mehr als erfreulich, daß diese Form von filmisch-musikalischer Kooperation nun auch von neutraler Stelle - durch die Soundtrack Cologne - gewürdigt wurde.

 

Für den Studiengang "Film/Fernsehen" der FH-Dortmund ist dies die zweite Auszeichnung in der Kategorie "Ton" nachdem schon 2006 ein studentisches Team aus dem Seminar "auditives Gestalten" (Prof. Lensing) den Sound-Design-Preis der Soundtrack_Cologne 3.0 gewonnen hatte.

 


gedruckt am: 24.04.2018  04:48