Szenografie auf den 56. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen

„Politisch und ästhetisch, anstrengend und ekstatisch, erschöpfend und inspirierend zugleich, altehrwürdig und doch schick und ganz am Puls der Zeit: Oberhausen, das ist die Mutter aller Kurzfilmfestivals“ (epd film, Juni 2009)

Die Gruppe PRACHT-MONTEURE und Ovis Wende inszenieren die Festivalräume der Oberhausener Kurzfilmtage 2010

In einem Seminar von Prof. Ovis Wende entwerfen und realisieren 10 Szenografie-Studenten des 2. BA-Semesters die Festivalräume: Podium, Festivalbüro und Festival-Restaurant.

unter den Festivalthemen: "Vom Meeresgrund" :Das Experiment Film 1898-1918 und "Die Illusion des Ich": Das Ich existiert nicht. Es ist ein soziales, ästhetisches, politisches, historisches oder zeitgenössisches Konstrukt, entwickelten die Studenten ein szenografisches Konzept, das die temporäre Verwandlung von Geschäftslokalen und einem 70er-Jahre Kulturzentrum zu metaphorischen und transitorischen Orten macht.

Die PRACHT-MONTEURE versetzen eine ehemalige Bankfiliale in einen grünen Ozean auf dem rote Stühle schwimmen, große Fenster in kleine Strudel verwandelt und die Wände mit wechselnder Typografie überziehen.

Die PRACHT-MONTEURE transformieren eine Lenin-Büste zum Froschkönig, die Decke zur projizierten Unterwasserwelt und ein angestaubtes Kulturzentrum zum leuchtenden Festsaal.

Die PRACHT-MONTEURE legen in einer ehemaligen Apotheke mit archäologischen Strategien die Ausstattungsmoden der vergangenen 60 Jahre frei und verwandeln ehemalige Chemikalienregale in Kommunikationszonen.

Fotos: copyright Maria m. Litwa