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Eine immer stärkere Vernetzung digitaler Prozesse in der Industrie 4.0 ermöglicht zusammen mit neuen additiven Fertigungsverfahren ("3D-Druck") eine hocheffiziente Produktion auch in Kleinstserien bis hin zu inidividualisierten Einzelstücken.

Im Bauwesen können moderne 3D-Druckverfahren in Zukunft unterstützend zu klassischen Fertigungsmethoden eingesetzt werden, um an individuelle Bausituationen angepasste Bauteile effizient zu fertigen. Weiterhin besteht ein enormes Potenzial durch die Verbindung von Gebäudedatenmodellierung (BIM) mit einer digitalisierten, additiven Produktion. Auch im Maschinenbau gewinnen 3D-gedruckte Bauteile durch verbesserte Druckverfahren und Materialien weiterhin an Bedeutung. Durch diese Fortschritte vollzieht sich derzeit ein Übergang vom Druck reiner Prototypen und Anschauungsmuster hin zu mechanisch und thermisch belastbaren Funktionsteilen.

Limitierungen derzeit verfügbarer 3D-Drucker bestehen noch in der mangelnden Flexibilität der Systeme und, insbesondere hinsichtlich eines Einsatzes im Bauwesen, in den Einschränkungen durch Bauraumgröße und Druckgeschwindigkeit. Es sollte daher aktuell Gegenstand der Forschung sein, zu ermitteln, in welchen Bereichen 3D-gedruckte Bauteile bereits heute oder in naher Zukunft kosteneffizient oder mit zusätzlichem Nutzen eingesetzt werden können. Die Vielzahl aktueller technischer Weiterentwicklungen fordert eine objektive Analyse derzeit gängiger 3D-Druckverfahren hinsichtlich möglicher Anwendungen in Maschinenbau und Bauwesen.

Durch die gemeinsame Einrichtung des neuen 3D-Drucklabors, eines Teams der Fachbereiche Architektur und Maschinenbau, im Jahr 2017 ist ein neuer interdisziplinärer Forschungsbereich entstanden, der nun die Möglichkeit gibt, gemeinsame Drittmittelprojekte zu verwirklichen.

Auch die Attraktivität beider Fachbereiche für neue und bereits eingeschriebene Studierende wird durch die Maßnahme erhöht.


gedruckt am: 19.12.2018  12:15