Bauphysik

Die Bauphysik befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen Gebäuden und den physikalischen Phänomenen Wärme, Feuchte und Schall. Bauphysikalische Kenntnisse sind für Architekten beim Entwurf, bei der Planung und der Ausführung von Bauwerken unerlässlich. Energieeinsparung, behagliche u. wohnhygienische Verhältnisse in Räumen und Schutz vor Feuchteschäden sind einige ihrer Ziele. Darüber hinaus ist es wichtig Wohn- und Arbeitsbereiche gegen Nachbarschafts- und Verkehrslärm, Luft- und Trittschall sowie gegen Anlagen- und Installationsgeräusche zu schützen. Die Schaffung guter Hörverhältnisse ist Gegenstand der Raumakustik. Hier kommt es darauf an, erwünschten Schall, Sprache und Musik in Zuhörerräumen, Studios, Proberäumen, Konzert- und Kongressgebäuden deutlich hörbar und dem künstlerischen Anspruch entsprechend erlebbar zu machen. Die Teilnehmer der Veranstaltung lernen die bauphysikalischen Grundlagen zum Wärme-, Feuchte- und Schallschutz sowie zur Raumakustik kennen und anwenden.

Im Bachelorstudium wird die Bauphysik im 3. und 4. Semester gelehrt. Die Fachinhalte sind dabei folgendermaßen aufgeteilt:
Bauphysik 1 – Wärme- und Feuchteschutz (im 3. Semester)
Bauphysik 2 – Schallschutz und Raumakustik (im 4. Semester)
Die Fachinhalte der Lehrveranstaltungen BP 1 und BP 2 können der jeweils entsprechenden Modulbeschreibung entnommen werden. BP 1 und BP 2 schließen jeweils mit einer Teilfachprüfung ab. Dabei handelt es sich jeweils um eine zweistündige Klausur. Die Note für Bauphysik ergibt sich als arithmetischer Mittelwert der beiden Teilfachprüfungen. Die Teilfachprüfungen in BP 1 und BP 2 werden in jedem Semester angeboten.

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Baulicher Brandschutz

Spätestens seit dem Flughafenbrand in Düsseldorf ist die Bedeutung des Brandschutzes in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Es ist notwendig, Gebäude derart zu konzipieren, dass eine Brandentstehung bzw. die Brand- und Rauchausbreitung weitestgehend verhindert wird. Hierzu muss der Architekt über Kenntnisse des baulichen Brandschutzes, der geltenden brandschutztechnischen Bestimmungen sowie ihrer baulichen Umsetzung verfügen.
Im Rahmen der Veranstaltung werden die Grundlagen des baulichen Brandschutzes vermittelt, u.a. werden folgende Themen behandelt:

  • Brandschutz in der Landesbauordnung NRW und der Sonderbauordnung NRW
  • Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen Anforderungen an Sonderbauteile (Brandwände, Komplextrennwände, nichttragende Außenwände, Bedachungen)
  • Abschlüsse von horizontalen und vertikalen Öffnungen Brandschutzverglasungen
  • Schutz von Stahl-, Holz- und Massivbauteilen
  • Rettungswege (Rettungsweglänge, Flure, Treppen, Treppenräume, Aufzüge)
  • Flächen für die Feuerwehr, Abstands-, Aufstell-, Bewegungsflächen, Zu- und Durchfahrten, Zu- und Durchgänge
  • Brandmeldeanlagen, Sprinkler- und Sprühwasser-anlagen, Löschwasser-versorgung
  • Brandschutz in der Altbausanierung
  • Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für einen eigenen Entwurf

Darüber werden auch unterschiedlichste Bauwerke (u. a. Theater, Einkaufszentrum, Krankenhaus, Bürogebäude) begangen und brandschutztechnisch analysiert. Ergänzt wird die Veranstaltung durch weitere Ortstermine bei Industrieunternehmen und dem Institut der Feuerwehr NRW in Münster.
Die Fachinhalte der Lehrveranstaltung „Baulicher Brandschutz“ (BR) können der entsprechenden Modulbeschreibung entnommen werden. Die Lehrveranstaltung „Baulicher Brandschutz“ schließt mit einer zweistündigen Klausur ab, die in jedem Semester angeboten wird.
Die Anzahl der Teilnehmer der Lehrveranstaltung „Baulicher Brandschutz“ ist auf 25 Teilnehmer beschränkt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung ist der erfolgreiche Abschluss in Bauphysik.

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Bauschadensanalyse und Instandsetzung (BI)

Der schadensfreie Hochbau setzt ein hohes Maß an Kenntnissen und fachübergreifendem Denken voraus. Am nachhaltigsten lernt man aus Fehlern und Bauschäden. Daher werden in der Veranstaltung typische, häufig auftretende Schäden und deren Ursachen analysiert, auf die schadensträchtigsten Fehlerquellen und geeignete Sanierungsmethoden eingegangen. In der Veranstaltung werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Typische Fehler bei der Planung und Ausführung von WU-Ortbetonkonstruktionen und beim Bauen mit Elementwänden
  • Fugenabdichtungssysteme für wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton, Funktionsweisen, Beispiele, typische Fehler
  • Nachträgliche Abdichtung vernässter Keller durch den Einbau von WU-Innenwannen in den Gebäudebestand
  • Undichte Fugen und Risse fachgerecht abgedichtet – Methoden und Systeme, Anwendungsbeispiele, typische Fehler
  • Planung und Ausführung von schwarzen Wannen und Kombinationsabdichtungen von WU-Bauwerken und Schwarzabdichtungen, typische Fehler u. Abhilfemaßnahmen
  • Versicherungstechnische Haftungsfallen für Architekten, Beispiele für typische Baumängel und –schäden, in welchen Fällen musste die Berufshaftpflichtversicherung zahlen und in welchen nicht? Was führt zu einem Haftungsausschluss bei der Berufshaftpflichtversicherung im Schadensfall?
  • Schäden an erdberührten Bauteilen aus Mauerwerk und Sanierung von vernässtem Mauerwerk
  • Bestimmung des Salzgehaltes in Mauerwerk im Labor
  • Typische Fehler bei der Wärmedämmung erdberührter Bauteile
  • Fachgerechte Planung und Ausführung von Schwimmbecken

Im Rahmen der Veranstaltung finden verschiedene Ortstermine bei Industrie-unternehmen statt.
Die Fachinhalte der Lehrveranstaltung „Bauschadensanalyse und Instandsetzung“ (BI) können der entsprechenden Modulbeschreibung entnommen werden. Die Lehrveranstaltung „Bauschadensanalyse und Instandsetzung“ schließt mit einer zweistündigen Klausur ab, die in jedem Semester angeboten wird.
Die Anzahl der Teilnehmer der Lehrveranstaltung „Bauschadensanalyse und Instandsetzung“ ist auf 25 Teilnehmer beschränkt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung ist der erfolgreiche Abschluss in Bauphysik.

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Sondergebiete der Bauphysik

Im Rahmen der Veranstaltung lernen die Teilnehmer an eigenen Projekten die notwendigen Nachweise für den winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz, die EnEV sowie den Feuchte- und Schallschutz zu führen (z. T. mit Microsoft Excel). Des Weiteren werden die Gebäude raumakustisch und brandschutztechnisch nachgewiesen. Die Teilnehmer lernen Projekte mit Simulationsprogrammen zu bearbeiten. Sie erfahren dabei Möglichkeiten und Risiken der Programme und lernen die Plausibilität von Ergebnissen zu kontrollieren. Im Rahmen der Veranstaltung finden verschiedene Ortstermine statt.
Die Fachinhalte der Lehrveranstaltung „Sondergebiete der Bauphysik“ können der entsprechenden Modulbeschreibung entnommen werden. Die Lehrveranstaltung „Sondergebiete der Bauphysik“ schließt mit einer Präsentation und einem Kolloqium ab. Die Anzahl der Teilnehmer der Lehrveranstaltung „Bauschadensanalyse und Instandsetzung“ ist auf 20 Teilnehmer beschränkt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung ist der erfolgreiche Abschluss in Bauphysik.