Forschungsaktivitäten

Diverse Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Industrie und aus Mitteln des Forschungspools der FH Dortmund u.a. zu den Themen

Quellfähige Fugeneinlagen zur Abdichtung von Arbeitsfugen

Quellfähige Fugeneinlagen bestehen aus Materialien, die bei Wasserzutritt quellen und über das Anpress- oder Quellprinzip die Arbeitsfuge abdichten sollen. Sie werden materialabhängig in der Arbeitsfuge aufgeklebt, punktuell befestigt oder mit einem Befestigungsgitter fixiert. Quellfähige Fugeneinlagen unterscheiden sich z.T. deutlich in ihrem Quellverhalten und der Quelldruckentwicklung. Im Rahmen von Untersuchungen wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Zeitliche Entwicklung der Quellung bei freiem Quellen
  • Quellverhalten nach mehrmaliger Wasserwechsellagerung (zyklisches Quellen)
  • Zeitliche Entwicklung des Quelldruckes bei behindertem Quellen
  • Chemische Beständigkeit quellfähiger Fugeneinlagen gegenüber unterschied-lichen Flüssigkeiten
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Untersuchung der Dichtwirkung von Arbeitsfugenabdichtungen

Zur Abdichtung von Arbeitsfugen in wasserundurchlässigen Bauwerken aus Beton werden häufig beschichtete Fugenbleche und Kombi-Arbeitsfugenbänder eingesetzt. Im Rahmen des Projektes wurde untersucht, wie sich unterschiedliche Fehlstellen, Verbundstörungen, Verschmutzungen etc. auf die Wasserumläufigkeit der verschiedenen Systeme auswirken.

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Funktionsprüfungen an Fugenabdichtungen für Arbeitsfugen

Für nicht geregelte Fugenabdichtungssysteme zur Abdichtung von Arbeitsfugen in WU-Konstruktionen, wie z. B. beschichteten Fugenbleche, quellfähigen Fugen-einlage, Kombi-Arbeitsfugenbänder, Abklebesysteme oder   verpressten Injektions-schlauchsysteme, muss die Funktionsfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit durch einen Funktionstest nachgewiesen werden. Hierzu muss das Fugen-abdichtungssystem im einbetonierten Zustand, bei einer auf 0,25 mm aufgebrochenen Arbeitsfuge, dicht gegenüber einem definierten Wasserdruck sein.

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Untersuchungen der Einsetzbarkeit von Georadar zur Feststellung von Fehlern und Störungen in Betonkonstruktionen

Georadarmessungen sind eine effektive Messmethodik, um Bauteile zerstörungsfrei auf Gefügestörungen zu untersuchen. Hierbei werden elektromagnetischen Wellen in das Bauteil gesendet, Reflexionen dieser Wellen an Schichtgrenzen unterschiedlich dichter Materialien vom Georadar erfasst und als Radargramm sichtbar gemacht. Dabei ist die Interpretation der Radargramme oftmals schwierig. Im Rahmen der Untersuchung wurde an einem Versuchsfeld mit gezielten Störstellen der Zusammenhang zwischen Signal und Störung bei Anwendung eines Georadars aufgezeigt.

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Untersuchung der Einflussparameter auf den Erfolg von Baugrundvergelung als nachträgliche Abdichtung vernässter Bauwerke

Bei einer Schleiervergelung wird ein Acrylat- oder Polyurethangel vom Gebäudeinneren vor die Außenwand ins Erdreich injiziert, das mit dem anstehenden Boden ein flächiges Gel-Boden-Gemisch (Gelschleier) ergeben soll, der den Wasserzutritt auf das Bauteil verhindert und so das Gebäude nachträglich abdichtet. Im Rahmen der Untersuchung wurde der Vergelungserfolg in Abhängigkeit verschiedener Parameter, wie z.B. Injektionsmaterial, Bodenart, Packerabstand, Injektionsdruck und –dauer sowie der Anzahl der Injektionsstufen untersucht. Die Kontrolle des Vergelungserfolges erfolgte durch Freilegen der Gel-Erdreich-Körper.

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Untersuchung von Innenwannen aus wasserundurchlässigem Beton als Lösungsansatz von vernässten Bauwerken, deren Konstruktion gleichzeitig statisch verstärkt werden muss

Bundesweit haben in den letzten Jahren Gebäudeschäden zugenommen, die auf geänderte Grundwasserverhältnisse in Kombination mit einer nicht auf die Beanspruchung angepassten Konstruktion zurückzuführen sind. Häufig müssen betroffene Gebäude nicht nur abgedichtet, sondern auch statisch verstärkt und ertüchtigt werden. Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche durch den nachträglichen Einbau von WU-Konstruktionen sanierte Wohngebäude untersucht. Ziel war es, verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, mit denen betroffene Gebäude in Abhängigkeit der objektspezifischen Randbedingungen nachträglich gegen drückendes Wasser abgedichtet bzw. abgedichtet und gleichzeitig statisch verstärkt werden können. Dabei standen u.a. die mit der nachträglichen Erstellung von druckwasserhaltenden Innenwannen verbundenen ausführungs- und abdichtungstechnischen Besonderheiten im Fokus.

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Elementwände im drücken­den Grundwasser – Chance oder Risiko?

Die Bauweise mit Elementwänden er­freut sich zunehmender Beliebtheit. Elementwände sind Wandbauteile, die aus zwei über Gitterträger ver­bun­denen Fertigteilplatten bestehen. Nach dem Aufstellen der Elementwände wird der Zwischenraum zwischen den Fertigteilplatten mit Ort­beton ausgegossen. Sie sind auch als Dreifachwand, Doppelwand, Gitterträgerwand, Mantelbetonwand und Hohlwand bekannt.

Im Zusammenhang mit der Elementwandbauweise stellen sich u. a. folgende Fragen:

       Was ist bei der Planung und Ausführung von Elementwänden im drückenden Grundwasser zu beachten?

       Was ist bei der Fugenabdichtung von Elementwänden zu beachten?

       Welche typischen Fehler werden beim Bauen mit Elementwänden häufig gemacht?

       Wie groß ist das planungs- und ausführungsbedingte Risikopotential von Elementwänden im drückenden Grundwasser gegenüber der klassischen Ortbetonbauweise?