Strukturwandel

Forschungslinie: Planen und Bauen im Strukturwandel

Der Strukturwandel stellt insbesondere die größeren Städte und die peripheren ländlichen Gebiete vor große Herausforderungen. Nicht mehr Wachstum, sondern Schrumpfung heißt die Zukunft der großen Mehrzahl der Städte.

Gerade das Ruhrgebiet ist von Schrumpfung und Alterung infolge des Endes des großindustriellen Zeitalters besonders betroffen. 

Der kulturelle Hintergrund der Menschen führt dabei zu teils erheblichen Unterschieden in der Raumnutzung. Bauweisen, Siedlungstypen, Baudichten, Infrastrukturen, Dienstleistungen sind Stichworte für die Komplexität dieser Umwelt.

Das Ruhrgebiet hat seinen Strukturwandel von der Montanregion zur modernen Dienstleistungsregion erfolgreich bewältigt – trotz aller bestehenden Schwierigkeiten, neue Arbeitsplätze außerhalb der traditionellen Sektoren zur Verfügung zu stellen.

Erst wenige öffentliche oder private Einrichtungen beschäftigen sich mit diesem Themenkomplex. Die Zahl der Haushalte wird sich aufgrund der sich weiter verringernden Haushaltsgrößen (ausgedrückt in der Anzahl der Personen pro Haushalt) keineswegs parallel entwickeln, sondern wenigstens noch 15 bis 20 Jahre zunehmen. Auch danach werden vor allem Bestandsmaßnahmen zu einem expansiven Markt führen. Die Schrumpfung bietet darüber hinaus auch das Potenzial, attraktiven Wohnraum für jene (kaufkraftstarken) Bevölkerungsgruppen zu schaffen, für die das Ruhrgebiet heute noch keine besondere Attraktivität hat. Stadtplanung, Städtebau, Immobilienund Bauwirtschaft sind hier gefordert, Lösungen zu entwickeln.

Der FB Architektur der FH Dortmund kann mit der Entwicklung eines auf diese Dynamik ausgerichteten Profils seine Position im regionalen Markt nachhaltig stärken. Die hier seit Jahren betriebene technische und nicht-technische Forschung wird zu diesem Zweck zusammengeführt. 


gedruckt am: 20.01.2018  14:20