Preisverleihung BDA-Masters 2017

Collaborative Living

Entwurfsverfasser: Stephanie Strehlau


Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Architektur
Betreuer: Prof. Diana Reichle, Dipl.-Ing. Olaf Allstedt

Die städtebauliche Arbeit von Stephanie Strehlau setzt sich sehr vielschichtig mit dem aktuellen Thema „Wohnen“ auseinander. Als Baugrundstück wurde eine bisher ungenutzte Brachfläche nördlich des Dortmunder Hauptbahnhofes ausgewählt. Die prominente, aber auch schwierige Lage wird aktuell eher als Barriere wahrgenommen. Durch die städtebauliche Neuordnung wird hier die Anknüpfung der Nordstadt an die Innenstadt Dortmunds geschickt gelöst. Die Übernahme der Blockstruktur der angrenzenden Bebauung wird überzeugend übernommen und modifiziert. Der so geschaffene Blockinnenbereich ist als große Freifläche mit einem umfangreichen Nutzungsangebot für die Bewohner gestaltet. Die neuen Baukörper werden in der Höhenentwicklung stark gestaffelt, so dass trotz des großen Gebäudevolumens eine differenzierte, maßstäbliche Bebauung entsteht.Die überhöhten Erdgeschosszonen sollen ausschließlich als gemeinschaftliche Flächen genutzt werden. Kommunikation, Begegnung und gemeinschaftliches Lernen und Arbeiten stehen bei diesem Projekt im Vordergrund. Zudem werden vielfältige und gut funktionierende Wohn- und Erschließungsformen angeboten, so dass eine soziale Durchmischung der Bewohner realistisch erscheint. Die Fassaden sind differenziert durchgearbeitet und gehen durch die Ausbildung von vorgelagerten, verglasten Wintergärten auf die Lärmproblematik der Bahngleise ein. Insgesamt handelt es sich um ein spannendes Projekt, welche sich mit städtebaulichen Brachflächen an schwierigen Standorten auseinandersetzt. Die Jury würdigt den vielschichtigen Entwurfsansatz als gelungenen Beitrag zum Thema Wohnen unter Berücksichtigung der sozialen und gemeinschaftlichen Aspekte.

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gedruckt am: 19.06.2018  06:44