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Paris, die Stadt der Liebe!

Oder die Stadt der Farblosigkeit? Diese Frage stellte sich eine kleine Gruppe farbenfroher Architekturstudenten, als sie sich im Juni 2008 auf den Weg ins Nachbarland machte.

Anlass war das Seminar „Stahl - Form und Farbe" unter der Leitung von Prof. Dr. Hachul, welches im Sommersemester 08 stattfand. Zur Unterstützung des komplexen Themas wurden der Farbphilosoph Friedrich Ernst von Garnier und der Münchner Farbexperte Martin Benad mit ins Boot geholt. Nach hinreichender Theorie, vielen Diskussionsrunden sowie praktischen Arbeiten mit Pinsel und Farbe, war es nun an der Zeit, der Realität ins Auge zu blicken.

Die Frage lautete: „La Défense" - ein Büroviertel in der französischen Metropole - ist es wirklich so farblos, wie es scheint? Oder gibt es noch Hoffnung, den scheinbar tristen Hochhäusern Leben einzuhauchen? Würde ein bisschen mehr Farbe die Menschen, die dort arbeiten, fröhlicher machen?

Die Mission konnte beginnen - zwei Tage Paris, bewaffnet mit Skizzenblock und Buntstiften.
Erstes Ziel war besagtes Büroviertel. Nach einem kleinen Erkundungsgang wurde die Aufgabe in Angriff genaommen, ein Gebäude zu analysieren und Entwürfe für eine farbige Umgestaltung der Fassade zu machen. Diese Entwürfe sollten später in CAD und Modell realisiert werden und den Abschluss des Seminars bilden.

Aber auch die architektonischen Glanzlicher der Stadt sollten nicht ausgelassen werden. So erklommen wir den Eiffelturm, besichtigten das Grand Palais, den Arc de Triumphe oder auch das Louvre. Zwei der Gruppe schafften es sogar in die „bubbles" des Centre Pompidou. Auch für einen Stadtbummel blieb noch Zeit, wobei bummeln nicht das richtige Wort ist, gemessen an der Schrittgeschwindigkeit des Stadtführers....
Bei der ein oder anderen Flasche gutem Rotwein, Baguette und Gitarrenmusik auf den Treppen des Sacre Coeur zeigte sich die Stadt von ihrer romantischen Seite.

Ob die Frage geklärt wurde, wie viel Farbe „La Défense" nun wirklich steht, zeigen die Ergebnisse der Seminararbeiten. Fest steht jedoch: farbig ist nicht bunt und in jedem Fall war diese Exkursion ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten!

Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Hachul, der uns geduldig und in Siebenmeilenstiefeln Paris ein bisschen näher gebracht hat, sowie Herrn Benad, der die Exkursion mit seinen fachkundigen und fast schon philosophischen Beiträgen bereichert hat.

P. Hartmann