Studieren ohne formale Hochschulzugangsberechtigung – beruflich Qualifizierte

Sie haben keine formale Hochschulzugangsberechtigung und interessieren sich für ein Studium?
Die Fachhochschule Dortmund bietet Bewerberinnen und Bewerbern ohne (Fach-)Abitur mit Berfuserfahrung die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen als sogeannte beruflich Qualifizierte am Bewerbungsverfahren um einen Studienplatz teilzunehmen.
Auf folgenden Internetseiten möchten wir Sie über die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums mit beruflicher Qualifikation informieren und Sie bei Ihrer Studienwahl und dem Einstieg ins Studium unterstützen.

1. Der richtige Weg ins Studium

Der Hochschulzugang mit beruflicher Qualifikation ist auf folgenden Wegen möglich:

Hochschulzugang für Meister/innen und vergleichbar Qualifizierte

Als Meister/in, Techniker/in oder Absolvent/in einer gleichwertigen beruflichen Fortbildung haben Sie die Berechtigung zur Aufnahme des Studiums in jedem Studiengang.
Gibt es für den gewünschten Studiengang  studiengangspezifischen Voraussetzungen (z.B. sprachliche Voraussetzungen, künstlerisch-gestalterische Eignung, praktische Tätigkeit) müssen diese erfüllt werden.

Für den Bewerberkreis der beruflich Qualifizierten werden in den zulassungsbeschränkten Studiengängen jeweils 4% der Studienplätze reserviert. Ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im gewählten Studiengang höher als die Quote von 4% findet ein Auswahlverfahren statt.

Bewerbungsunterlagen

Reichen Sie den Antrag auf Zulassung für Fachtreue oder mit Aufstiegsfortbildung (s. rechte Spalte) vollständig und fristgerecht mit folgenden Unterlagen im Studienbüro ein:

  • einen kurzen tabellarischen Lebenslauf
  • ein Motivationsschreiben
  • das Abschlusszeugnis einer rechtlich geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung (z.B. der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer) in amtlich beglaubigter Kopie
    oder
  • den Meisterbrief oder eine vergleichbare Qualifikation in amtlich beglaubigter Kopie
    oder
  • den Fortbildungsabschluss nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung mit mind. 400 Unterrichtsstunden in amtlich beglaubigter Kopie
  • ggf. weitere Nachweise über fachlich entsprechende berufliche Tätigkeiten

Bewerbungsfristen (Auschlussfristen)

zum Sommersemester:  15. Januar eines Jahres
zum Wintersemester:  15. Juli eines Jahres


Hochschulzugang als fachtreue/r Bewerber/in

Der Zugang zum Studium als fachtreue/r Bewerber/in gilt laut § 3 BBHZG-VO, wenn zwischen der Berufsausbildung, der Berufsausübung und dem Studiengang eine fachbezogene Nähe festzustellen ist.
Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuss des jeweiligen Studiengangs.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene, mindestens zweijährige anerkanante Berufsausbildung; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend
  • eine sich anschließende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit im erlernten Ausbildungsberuf oder in einem der Ausbildung fachlich entsprechenden Beruf; eine weitere fachlich verwandte, anerkannte und abgeschlossene Berufsausbildung wird als berufliche Tätigkeit angerechnet. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Feststellung der ausreichenden beruflichen Tätigkeit ist der 30. September für das Wintersemester und der 31. März für das Sommersemester.
  • eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung kann als berufliche Tätigkeit mit dem entsprechenden Anteil angerechnet werden
  • Erfüllung der studiengangspezifischen Voraussetzungen (z.B. sprachliche Voraussetzungen, künstlerisch-gestalterische Eignung, praktische Tätigkeit)

Für den Bewerberkreis der beruflich Qualifizierten werden in den zulassungsbeschränkten Studiengängen jeweils 4% der Studienplätze resierviert. Ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber im gewählten Studiengang höher als die Quote von 4% findet ein Auswahlverfahren statt.


Bewerbungsunterlagen

Reichen Sie den Antrag auf Zulassung für Fachtreue oder mit Aufstiegsfortbildung (s. rechte Spalte) vollständig und fristgerecht mit folgenden Unterlagen im Studienbüro ein:

  • einen kurzen tabellarischen Lebenslauf
  • ein Motivationsschreiben
  • das Abschlusszeugnis einer rechtlich geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung (z.B. der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer) in amtlich beglaubigter Kopie
  • Nachweise über die mindestens dreijährige fachlich entspechende berufliche Tätigkeit in amtlich beglaubigter Kopie
  • ggf. weitere Nachweise über fachlich entsprechende berufliche Tätigkeiten in amtlich beglaubigter Kopie

Die Fachhochschule Dortmund beurteilt anhand der ihr vorliegenden Bewerbungsunterlagen, ob eine fachliche Nähe zum angestrebten Studiengang besteht. Es wird daher empfohlen, ausreichend konkrete Angaben über die berufliche Qualifikation zu machen.

Bewerbungsfristen (Ausschlussfristen)

zum Sommersemester:  15. Januar eines Jahres
zum Wintersemester:  15. Juli eines Jahres


Hochschulzugang für sonstige beruflich Qualifizierte

Besteht zwischen der Berufsausbildung, der beruflichen Tätigkeit und dem Studiengang keine fachliche Nähe, ist der Hochschulzugang nach einer bestandenen Zugangsprüfung oder - in zulassungsfreien Studiengängen - wahlweise auch nach einem erfolgreichen Probestudium eröffnet.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene, mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend
  • eine sich anschließende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Berufsausbildung oder dem angestrebten Studium fachlich nicht entsprechenden Beruf. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Feststellung der ausreichenden beruflichen Tätigkeit ist der 30. September für das Wintersemester und der 31. März für das Sommersemester.
    • Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt sind die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Abs. 5 BAföG oder die Pflege einer/eines Familienangehörigen
    • Als berufliche Tätigkeit werden außerdem angerechnet:
      • der freiwillige Wehrdienst nach dem Wehrpflichtgesetz
      • der Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz
      • das freiwillige soziale oder ökologische Jahr
      • die Tätigkeit als Entwicklungshelfer/in im Sinne des Entwicklungshelfergesetzes
      • der Abschluss einer weiteren Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder
      • eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung (ca. 20 Stunden/Woche)
  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Zugangsprüfung oder das erfolgreich absolvierte Probestudium
  • Erfüllung der studiengangspezifischen Voraussetzungen (z.B. sprachliche Voraussetzungen, künstlerisch-gestalterische Eignung, praktische Tätigkeit)

2. Zugangsprüfung

Die Zugangsprüfung dient der Feststellung, ob die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Studiengangs gegeben sind. Inhalt der Prüfung ist allgemeines und fachbezogenes Wissen.
Die Zugangsprüfung besteht aus schriftlichen und mündliche Prüfungsteilen.

Weitere Informationen zur Zugangsprüfung

Im Rahmen eines zentralen schriftlichen Testverfahrens der nordrhein-westfälischen Fachhochschulen werden die Kenntnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch geprüft. Das Englischmodul kann alternativ durch den Nachweis von Sprachtests (z.B. TOEFL, TOEIC, Cambridge Certificate, telc) auf dem Niveau B1 des gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachgewiesen werden.

Nach erfolgreichem Bestehen der schriftlichen Prüfungsteile ist noch eine mündliche, studienfachbezogene Prüfung zu absolvieren.

Absolventen/innen der Zugangsprüfung können sich mit der erreichten Durchschnittsnote online im normalen Vergabeverfahren für einen bestimmten Studiengang bewerben.

Den entsprechenden Antrag auf Teilnahme an der Zugangsprüfung finden Sie in der rechten Spalte auf dieser Seite unter der Rubrik "Anträge".

Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Zugangsprüfung

  • abgeschlossene, mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht
  • der Nachweis von mindestens drei Jahren beruflicher Tätigkeit (auch in einem der Ausbildung fachlich nicht entsprechenden Beruf). Gleichgestelllt sind die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung von minderjährigen Kindern im Sinne des § 25 Abs. 5 BAföG oder die Pflege einer/eines Familienangehörigen. Eine Teilzeitbeschäftigung (ca. 20 Stunden/Woche). Für Stipendiaten des Aufstiegsprogramms des Bundes ist der Nachweis einer o.g. Tätigkeit von zwei Jahren ausreichend.

Bewerbungsfristen für die Zugangsprüfung (Ausschlussfristen)

zum Wintersemester:  1. April eines Jahres
zum Sommersemester:  1. Oktober eines Jahres

Musterprüfungen

Hier finden Sie zwei unterschiedliche Musterprüfungen für Ihre persönliche Wissenskontrolle und zur besseren Vorstellung über die Anforderungen einer Zugangsprüfung:

Musterprüfung 1

Musterlösungen und Lösungswege Mathematik Musterprüfung 1

Musterprüfung 2

Musterlösungen und Lösungswege Mathematik Musterprüfung 2

 

Bitte beachten Sie auch die folgenden Dateien zum Hörverstehen für die Teilprüfung Englisch:

Hörverstehen 1

Hörverstehen 2

Wenn Sie sich optimal und individuell auf den Mathematik-Teil der Zugangsprüfung vorbereiten wollen, finden Sie hier das Angebot für beruflich Qualifizierte im TalentKolleg Ruhr der Fachhochschule Dortmund.


3. Probestudium

Das Probestudium ermöglicht Studieninteressierten die Aufnahme des Studiums in zulassungsfreien Studiengängen.

Weitere Informationen zum Probestudium

Die Dauer des Probestudiums beträgt zwei Semester und gilt als erfolgreich bestanden, wenn mindestens 20 Leistungspunkte (ECTS) in den ersten beiden Fachsemestern erreicht sind.
Unter Erfüllung dieser Vorgabe kann das Studium weiter fortgesetzt werden.
Werden die erforderlichen Leistungspunkte nicht erreicht, erlischt der Anspruch auf den Studienplatz und es erfolgt eine Exmatrikulation.

Voraussetzungen

  • abgeschlossene, mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend
  • eine sich anschließende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Berufsausbildung oder dem angestrebten Studium fachlich nicht entsprechenden Beruf
    • Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt sind die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Abs. 5 BAföG oder die Pflege einer/eines Familienangehörigen
    • Als berufliche Tätigkeit werden außerdem angerechnet:
      • der freiwillige Wehrdienst nach dem Wehrpflichtgesetz
      • der Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz
      • das freiwillige soziale oder ökologische Jahr
      • die Tätigkeit als Entwicklungshelfer/in im Sinne des Entwicklungshelfergesetzes
      • der Abschluss einer weiteren Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder
      • eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung (ca. 20 Stunden/Woche)
  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Zugangsprüfung oder das erfolgreich absolvierte Probestudium
  • Erfüllung der studiengangspezifischen Voraussetzungen (z.B. sprachliche Voraussetzungen, künstlerisch-gestalterische Eignung, praktische Tätigkeit)

Den entsprechenden Antrag auf Teilnahme an einem Probestudium in einem zulassungsfreien Studiengang finden Sie in der rechten Spalte auf dieser Seite unter der Rubrik "Anträge".

Bewerbungsfristen (Ausschlussfristen)

zum Sommersemester:   15. Januar eines Jahres
zum Wintersemester:   15. Juli eines Jahres


Weitere Hinweise

Hinweise zum Auswahlverfahren

Die Zulassung obliegt der Fachhochschule Dortmund. Für den Bewerberkreis der beruflich Qualifizierten werden in den zulassungsbeschränkten Studiengängen jeweils 4 % der Studienplätze reserviert. Ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in dem gewählten Studiengang höher als die Quote von 4% findet ein Auswahlverfahren statt.

Bei Überschreitung der 4%-Grenze entscheidet die Auswahlkommission des jeweiligen Studiengangs aufgrund der Bewerbungsunterlagen und ggfs. noch in Verbindung mit einem eines Auswahlgespräch über die Rangfolge der Zuzulassenden. Das Auswahlgespräch soll Aufschluss über die Motivation und die Eignung für das gewählte Studium und den angestrebten Beruf geben.

Die Auswahlkommission vergibt für die Ermittlung der Rangfolge Punkte nach bestimmten Kriterien:

  • bis zu 3 Punkte, wenn der berufsqualifizierende Abschluss mit einem über den Mindestanforderungen liegenden Grad der Qualifikation erworben wurde,
  • bis zu 3 Punkte für eine dem berufsqualifizierenden Abschluss entsprechende Berufstätigkeit,
  • bis zu 2 Punkte für berufliche Erfahrungen, die im Hinblick auf den angestrebten Studiengang besonders bedeutsam sind,
  • bis zu 2 Punkte, wenn sonstige besondere Gründe für die Aufnahme des Studiums sprechen.

Wir empfehlen einen Termin mit dem oder der zuständigen Studienfachberater bzw. -beraterin zu vereinbaren,um fachbezogene Inhalte und die erforderlichen Kenntnisse in Grundlagenfächern zu besprechen. Das Beratungsgespräch soll auch über Möglichkeiten des Ausgleichs vorhandener Defizite im Sinne einer Studienerfolgsprognose bereithalten.

Zusätzlich können Studieninterssierte unter besonderen Umständen als Gasthörer/-innen an einzelnen Lehrveranstaltungen teilnehmen.


Hinweise zur Zugangsprüfung

Beachten Sie bitte die weiterführenden Informationen auf dieser Seite unter den Punkten:

  • Merkblätter (Informationen zur Zugangsprüfung)
  • Links (Landesrektorenkonferenz der Fachhochschule e.V.




gedruckt am: 07.12.2016  09:38