Das Hochschulprogramm ERASMUS, eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union, fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Hochschuldozenten und Hochschulpersonal in Europa.

Die Europäische Union hat eine neue Programmgeneration verabschiedet. Das EU-Programm vereinigt zukünftig die Bereiche allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport gemeinsam unter dem Namen "ERASMUS+". Diese Generation hat zum 01.06.2014 begonnen und wird zum 30.09.2021 enden.

In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Das Programm enthält drei Leitaktionen:

Leitaktion 1 – Lernmobilität von Einzelpersonen

Leitaktion 2 – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren

Leitaktion 3 – Unterstützung politischer Reformen



Folgende europäische Länder nehmen an ERASMUS teil:
Die 28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei sowie FYR Mazedonien.

Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ (2013-2020) werden folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
  • Gastdozenturen (STA)
  • Mobilität von Personal (STT)
ERASMUS Universitätscharta

Jede Hochschuleinrichtung, die am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014-2020 (hiernach „das Programm“ genannt“) teilnehmen und/oder sich darum bewerben möchte, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen.

Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission vergeben. Sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllt.

Die Fachhochschule Dortmund nimmt mit der Hochschulcharta Nummer 28737 und dem Code D DORTMUN02 am Erasmus+ Programm teil.


Förderbedingungen

Studierende, Lehrende oder Mitarbeiter müssen Staatsangehörige eines der ERASMUS-Teilnahmeländer sein um am Programm teilnehmen zu können. Studierende aus Nicht-EU-Ländern können am ERASMUS-Programm teilnehmen, sofern sie regulär an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind und ihr gesamtes Studium dort absolvieren. Lehrende und sonstige Mitarbeiter müssen an einer deutschen Hochschule tätig sein, um am Programm teilnehmen zu können.

Die maximale Förderdauer pro Studienzyklus (BA/MA) beträgt zwölf Monate, kombinierbar aus mindestens zweimonatigen Praktika und/oder mindestens dreimonatigen Studienaufenthalten.

Die Förderdetails der einzelnen Mobilitätsmaßnahmnen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Internetseiten.

 


Mehrfachförderung im Rahmen von Erasmus+

Konnten Studierende bislang maximal zweimal am ERASMUS-Programm teilnehmen (1x SMS / 1 x SMP), ist mit dem Beginn von Erasmus+ eine mehrfache Teilnahme möglich:

  • Bis zu 12 Monaten während des Bachelor-Studiums
  • Bis zu weiteren 12 Monaten während des Master-Studiums
  • Bis zu weiteren 12 Monaten während der Promotion

Damit sind für alle Studierenden theoretisch bis zu maximal 36 Auslandsmonate möglich. Die Zeiträume können individuell auf SMS/SMP verteilt werden, sofern folgende Mindestzeiträume eingehalten werden:

  • Ein Aufenthalt im Rahmen von SMS muss mindestens 3 Monate dauern
  • Ein Aufenthalt im Rahmen von SMP muss mindestens 2 Monate dauern

Beispiele:
2 x 5 Monate Auslandsstudium + 2 Monate Auslandspraktikum = 12 Fördermonate

    9 Monate Auslandspraktikum + 3 Monate Auslandsstudium = 12 Fördermonate

Die Angaben zur Dauer beziehen sich auf die Mobilitätsphase (mobility period). Der Zeitraum, der durch ein Stipendium gefördert wird (grant period), kann kürzer ausfallen.

Studierende, die bereits in früheren Programmen (ERASMUS/LEONARDO) gefördert wurden, können auch in Erasmus+ erneut und mehrfach teilnehmen. Die früheren Aufenthalte werden entsprechend ihrer Dauer und Studienzyklus angerechnet.


*** Achtung Erasmus+ und die Schweiz ***

Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass der Abschluss der Teilnahmevereinbarungen mit der Schweiz an Erasmus+ für das Hochschuljahr 2014/15 mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres ausgesetzt wurde.

Das heißt, die Schweiz wird im ersten Jahr der neuen Programmgeneration den Status eines Partnerlandes, nicht jedoch eines Programmlandes haben. Aus jetziger Perspektive kann demzufolge im kommenden Hochschuljahr 2014/15 keine Förderung von Mobilitäten aus der/in die Schweiz erfolgen


Steuerliche Informationen zum ERASMUS-Stipendium

ERASMUS-Stipendien sind als Mobilitätsstipendien aus öffentlichen Mitteln der Europäischen Kommission in der Bundesrepublik Deutschland gemäß § 3 Nr. 44 a EStG steuerfrei.

Darüber hinaus mindern Stipendien aus dem ERASMUS-Programm der EU die Ausbildungsfreibeträge des § 33a Abs. 2 EStG nicht (Urteil vom 17.10.2001 [III R 3/01], Bundesfinanzhof in München).


Prinzipiell muss aber ein ERASMUS-Stipendium sowohl an das für Sie zuständige Finanzamt,
an Ihre Kindergeldkasse und an Ihre Krankenkasse gemeldet werden.


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"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit

Kennedyallee 50
53115 Bonn

Tel.: +49(0)228/882-8877
Fax: +49(0)228/882-555
E-Mail: erasmus@daad.de
Homepage: www.eu.daad.de

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gedruckt am: 31.10.2014  18:01