Das Forschungsprojekt behandelt das "Ökonomische Kapital" (Economic Capital) als Kenngröße für die Unternehmenssteuerung und als eine Art "Währung" um verschiedene Risiken einer Unternehmung miteinander vergleichbar zu machen. Das Kapitalkonzept wird derzeit von Versicherungen und Kreditinstituten aufgrund aufsichtlicher Vorgaben angewendet. Grundsätzlich ist es als neues Konzept auch auf die allgemeine Unternehmenssteuerung anwendbar. Das Projekt ist in zwei Themenbereiche gegliedert: Ökonomisches Kapital als Instrument der ertrags- und risikoorientierten Unternehmenssteuerung in Versicherungsunternehmen und Kreditinstituten.
Dieses Forschungsprojekt ist in seiner Struktur und konkreten Ausgestaltung stark auf das Masterprogramm Risk & Finance abgestimmt, d.h. einerseits fließen Ergebnisse in das Programm ein und andererseits werden Themenstellungen aus den Forschungsprojekt im Rahmen von Projekt- und Masterarbeiten bearbeitet.
Ziel des Forschungsprojektes unter der Leitung der Professoren der FH-Dortmund ist die konsistente Darstellung eines ökonomischen Kapitalbegriffs insbesondere für eine Gesamtunternehmenssteuerung. Dabei soll die Thematik sowohl aus Sicht von Praktikern, des Regulators und der aktuellen Forschung beleuchtet werden. Das gesamte Forschungsprojekt kann in folgende drei Teilgebiete gegliedert werden:
- Ökonomisches Kapital und stochastische Unternehmensmodelle für eine wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung in Versicherungsunternehmen
- Ökonomisches Kapital für eine wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung in Kreditinstituten
- Entwicklung von Verfahren zur Ermittlung des ökonomischen Kapitals für Klein- und mittelständische Unternehmen
