Frequently Asked Questions
an Prof. Dr. Helmut Diederichs
zum Studium der Medienpädagogik
im Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit"
FAQs Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit"
Ihr Fachgebiet heißt Medienpädagogik. Was versteht man - kurz gesagt - darunter?
Die akademische Disziplin der Medienpädagogik befasst sich mit den pädagogischen Aspekten der Massenmedien, kann sich jedoch nicht darauf beschränken, sondern interessiert sich auch für ästhetische, soziologische, politische, psychologische, technische und historische Zusammenhänge der Massenkommunikation. Zu den Massenmedien zählen die visuellen Medien (Zeitung/Zeitschrift, Buch, Photographie), die auditiven Medien (Hörfunk, Schallplatte/CD), die audiovisuellen Medien (Film, Fernsehen) und die interaktiven Medien (Computer, Internet).
Als erste Orientierung über die wichtigsten Themenbereiche der Medienpädagogik kann das Buch "Grundbegriffe Medienpädagogik" (herausgegeben von Hüther und Schorb ) dienen. Sie finden das Buch in meinem Semesterapparat in der FB-Bibliothek.
Welche Lernziele verfolgt die Medienpädagogik, welche Kompetenzen kann ich erwerben?
Das Hauptlernziel ist der Erwerb von Medienkompetenz, also "Menschen (ein) kompetentes, selbstbestimmtes, sozialverantwortliches, kritisches und solidarisches Handeln in einer durch Medien geprägten Welt zu ermöglichen" (Aufenanger). Damit verbunden ist das zweite wesentliche Lernziel der Befähigung zur aktiven (Medienprodukte erstellen) und rezeptiven (kritischer Medienkonsum) Medienarbeit vor allem mit Kindern und Jugendlichen.
Neben den inhaltlichen Lernzielen wird ein wissenschaftlich-methodisches Lernziel verfolgt: Die Studierenden sollen lernen, das Wesentliche kommunikativer Zusammenhänge (Texte, Filme, Gespräche etc.) zu erkennen, systematisch herauszuarbeiten und strukturiert sowohl mündlich als auch schriftlich zu präsentieren (
Thesenpapier,
Referat,
Hausarbeit,
Bachelorarbeit). Dabei kommen mediendidaktische Methoden zum Einsatz.
Wo und wie finde ich Literatur zur Medienpädagogik?
Eine fortlaufend aktualisierte
Bibliographie zur Medienpädagogik - bezogen auf meine Lehrgebiete - finden Sie auf dieser Website. Die Bibliographie orientiert sich hauptsächlich an den Beständen der FH-Bibliothek, ist aber nicht damit identisch. D.h., sie verzeichnet weder alle medienpädagogischen Bücher der FH-Bibliothek, noch kann sie sich darauf beschränken. Als Information und kleine Hilfe für Sie ist die jeweilige Signatur der FH-Bibliothek ebenfalls vermerkt. Vorschläge Ihrerseits zu Korrekturen und Ergänzungen der Bibliographie sind durchaus willkommen.
Welchen Praxisbezug besitzt die Medienpädagogik im Studiengang der Sozialen Arbeit?
Wesentliche gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte sind verursacht von den Massenmedien ("Computerzeitalter", "Medienkindheit" etc.). Darüber Genaueres zu wissen, ist auch für die Studierenden der "Sozialen Arbeit" interessant. Medienkompetenz ist eine wichtige berufspraktische Qualifikation für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter, sei es für die aktive und rezeptive Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen, sei es in der Elternberatung in Medienfragen, sei es zwecks Öffentlichkeitsarbeit für die eigene Institution, sei es als allgemeine technisch-kommunikative und kritisch-rezeptive Fertigkeit.
In welchen Modulen bieten Sie Veranstaltungen an?
Ich biete in jedem Semester Veranstaltungen in folgenden Modulen/Teilmodulen an:
07 "Kultur und Medien" Teilmodul 07.1: Grundlagen ästhetischer und kommunikativer Praxis in der Sozialen Arbeit 11 "Bildung und Kultur" Teilmodul 11.1: Handlungsmodelle der ästhetischen Bildung und Medienpädagogik
15 "Öffentlichkeitsarbeit, Akquisition, Lobbyarbeit, Sponsoring" Teilmodul 15.2: Ressourcenmanagement und Kommunikation
27 "Vertiefungsrichtung Ästhetik / Medien / Bildung / Interkulturalität"
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Welche Veranstaltungen bieten Sie in Modul 07 an und wie kann ich hier eine Modulprüfung ablegen?
In Modul 07 biete ich eine einführende Veranstaltung in die massenkommunikative Medienpädagogik an. Die Modulprüfung besteht in einer Hausarbeit zu einem grundlegenden medienpädagogischen Thema.
Welche Veranstaltungen bieten Sie in Modul 11 an und wie kann ich hier eine Modulprüfung ablegen?
Ich biete ausschließlich Veranstaltungen in Teilmodul 11.1 an. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der rezeptiven Medienarbeit, d.h. der Analyse und kritischen Untersuchung von Medienangeboten, deren Inhalten und Wirkungen. Hier geht es vor allem um die audiovisuellen Medien Film und Fernsehen (Lehrforschungsprojekt "SozPäd-Movies"). Die Studierenden sollen die kritische Rezeption von Kinofilmen und Fernsehprogrammen erlernen, um diese Kompetenzen an Kinder und Jugendliche weitergeben zu können.
Die Modulprüfung wird in Form einer Hausarbeit im Umfang von 10 Textseiten durchgeführt.
Welche Veranstaltungen bieten Sie in Modul 15 an und wie kann ich hier eine Modulprüfung ablegen?
In Modul 15 biete ich zwei Veranstaltungen zur "Praxis der Öffentlichkeitsarbeit" an: "Pressearbeit" bzw. "Website-Gestaltung".
Public Relations (= Öffentlichkeitsarbeit) ist auch für Non-Profit-Institutionen im Sozialbereich unverzichtbar.
Die Studierenden lernen die
theoretischen Grundlagen von Öffentlichkeitsarbeit und Corporate Identity kennen. Sie lernen, Flyer und Schaukästen zu gestalten,
Presseberichte zu verfassen und Pressemappen zusammenzustellen. Sie lernen, aussagekräftige digitale PR-Fotos zu machen und eine einfache Webseite mit HTML bzw. einem Grafikeditor zu erstellen.
Als Modulprüfung in "Pressearbeit" wird derzeit eine Hausarbeit in Form einer Pressemappe verlangt, die selbst erstellte Beispiele für fast alle
gelernten Praxisverfahren enthält (Pressemeldung, Pressebericht, Flyer, Digitalfotos).
Modulprüfung in "Website-Gestaltung" ist eine mit dem kostenlosen Grafikeditor Nvu (sprich: Nwju) strukturierte und mit Texten und Fotos gefüllte Webseite im Umfang von ca. 10 HTML-Seiten.
Welche Veranstaltungen bieten Sie in den Vertiefungsgebieten an?
In Vertiefungsmodul 27 biete ich die Veranstaltungsgruppe "Aktive Medienarbeit (Film-/Foto-Werkstatt)" an.
Das Vertiefungsgebiet "Film/Foto" besteht aus der "Video-Werkstatt" und der "Foto-Werkstatt", die im Umfang von jeweils 2 SWS durchgeführt werden. Dazu kommt eine 6-stündige Projektphase, die zu Semesterbeginn schwerpunktmäßig in der Hochschule stattfindet und der gründlichen Übung des in Video- und Foto-Werkstatt Gelernten dient. Gegen Semesterende stehen die Projektstunden den Teilnehmern zur Erstellung der Modulprüfungsprojekte zur Verfügung.
Als Modulprüfung kann zwischen einem Film und einer Fotopräsentation gewählt werden.
Welchen inhaltlichen und formalen Kriterien müssen bei Ihnen Referate und Hausarbeiten genügen?
Ein Referat ist ein anhand ausführlicher Stichworte mündlich vorgetragener Text zu einem mit dem Seminarleiter vereinbarten Thema. Vor seinem / ihrem Vortrag verteilt der Referent / die Referentin ein selbst verfasstes
Thesenpapier, zwecks Information der SeminarteilnehmerInnen und des Dozenten. Das Thesenpapier kann auch in Form einer PowerPoint-Beamer-Präsentation abgeliefert werden. Zum Referat gehört (z.B. als Modulprüfungsarbeit) eine nachzuliefernde schriftliche Zusammenfassung von Vortrag und Diskussion im Umfang von 10 Textseiten.
Hausarbeiten, also rein schriftliche Bearbeitungen von gestellten Themen mit einem Umfang von mind. 10 Textseiten, sind die in den Kultur-Modulen verbreitetste Modulprüfungs-Art. Hausarbeiten (aber auch schriftliche Fassungen von Referaten) sind in der
äußeren Form von
Bachelorarbeiten einzureichen: ein Drittel Rand, Inhaltsverzeichnis, wissenschaftliche
Zitierweise, Quellennachweise in Form von Fußnoten und ein Literaturverzeichnis (inklusive Online-Quellen).
Was ist und wie schreibt man ein Thesenpapier?
Lesen Sie dazu die
"Thesen zum Thesenpapier" auf meiner Website.
Ich will meine Bachelorarbeit bei Ihnen schreiben. Was muss ich tun?
Ich betreue nur Bachelorarbeits-Themen, für die ich auch kompetent bin, die also aus den Fachgebieten der Massenkommunikation / Medienwissenschaft / Medienpädagogik / Filmwissenschaft / Öffentlichkeitsarbeit / Verbalen Kommunikation stammen. Welche medienpädagogischen Diplomarbeits-Themen bisher von mir vergeben worden sind, entnehmen Sie bitte dem entsprechenden
Verzeichnis.
Beachten Sie bitte meine Infoblätter
"Zur äußeren Form von Hausarbeiten und Diplomarbeiten" sowie die
"Beispiele für richtiges Zitieren und korrekte Quellennachweise".
Was sind SozPäd-Movies?
"SozPäd-Movies" ist ein von mir erfundener Begriff für fiktionale Kino- und Fernsehfilme, die in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit spielen. "SozPäd-Movies" sind Gegenstand meines gleichnamigen Lehrforschungsprojektes, dessen materiale Grundlage eine
Online-Datenbank (als Bestandteile meiner Webseite) ist. Lern-, Lehr- und Forschungsziele des Lehrforschungsprojektes und der Datenbank sind: die möglichst umfassende Sammlung (mittlerweile circa 2000 Titel) betroffener Filme sowie deren kritische fachliche Bewertung durch die Studierenden der Sozialen Arbeit ("Sozialpädagogische Filmkritik", "Sozialpädagogisches Filmessay", Bachelor-Modulprüfungs-Hausarbeit). Als Lehr- und Prüfungsinhalt von Modul 11 sind die "SozPäd-Movies" in den Bachelor-Studiengang "Soziale Arbeit" eingebunden. Und natürlich können Sie auch Ihre Bachelor-Abschlussarbeit über ein SozPäd-Movie-Thema schreiben (Beispiel aus dem SS 2010: "Die Darstellung von Heimerziehung und Heimkindern in fiktionalen Kino- und Fernsehfilmen").
Falls Sie weitere Fragen haben, von denen Sie finden, dass sie hier beantwortet werden sollten,
dann schicken Sie mir eine E-Mail.
Bedenken Sie aber bitte, dass diese Seite nur FAQs zu
meinem Lehrangebot und nicht zum Studium der "Sozialen Arbeit" generell klären
kann.
gedruckt am: 24.05.2012 17:38