Forschungsschwerpunkt (FSP) "Medizinische Informatik"

Die modere Medizin kann die großen Informationsmengen, die im Rahmen von Forschung, Diagnose und Therapie anfallen, nur noch mit Methoden der Informatik beherrschen. Das gilt sowohl für das Gesundheitswesen, die ärztlichen Praxen und die Krankenhäuser als auch für zahlreiche spezielle diagnostische und therapeutische Verfahren. Die Medizinische Informatik ist ein hoch innovatives Forschungsgebiet, das sich mit der Anwendung von Informatikmethoden in der Medizin beschäftigt. Das Fach zeichnet sich durch eine große Bandbreite von Anwendungsszenarien aus, die von der elektronischen Krankenakte über computergestützte Informationssysteme für Krankenhäuser, Unterstützung für die medizinische Diagnostik und Therapie bis hin zu methodischen Beiträgen für die biomedizinische Forschung reichen. Dabei spielt die Entwicklung von Informatik-Werkzeugen eine zentrale Rolle, die für die genannten Bereichen zu entwerfen und in entsprechende Umgebungen zu integrieren sind.

 

Entwicklung und Ziele

Der Forschungsschwerpunkt (FSP) "Medizinische Informatik" wurde im Jahre 2000 von Prof. Dr. Peter Haas und Prof. Dr. Dr. Hans-Gerd Lipiski mit dem Ziel gegründet die vorhandene Kompetenz im Bereich der Medizinischen Informatik weiter auszubauen und die angewandte Forschung und Entwicklung auch in enger Kooperation mit Industrie und Gesundheitsversorgungsinstitutionen voranzutreiben. Hierzu gehört auch die weitere arbeitsmarktbezogene Etablierung des in der Bundesrepublik einmaligen gestuften Studienganges „Medizinische Informatik“ (Bachelor- und Masterstudiengang) an der FH Dortmund.

In den folgenden Jahren wurde der Forschungsschwerpunkt durch die Neuberufung von Prof. Dr. Britta Böckmann (2006) und Prof. Dr. Markus Kukuk (2010) erweitert.

 

Kennzahlen des FSP "Medizinische Informatik" (stand Juni 2011)
Professoren: 4
Mitarbeiter (studentische und wissenschaftliche): 22
Drittmittel seit 2000: 3,45 Mio. Euro
Kooperative Promotionen: 12 (davon 5 abgeschlossen)
Veröffentlichungen (referiert): 69
                         (Lehrbücher, Buchbeiträge, Artikel, etc.): 23
Vorträge: 100

 

Entsprechend den beiden Kompetenzfeldern "AIM - Anwendungen der Informatik in der Medizintechnik" und "Informationssysteme und -management im Gesundheitswesen" sollen vor allem innovative anwendungsbezogene beispielhafte Problemlösungen in Form von Softwareprodukten als Exponate für die Lehre als auch als Transferobjekte für den medizinischen Alltag entwickelt, als auch eine Kommunikationsplattform für Forschung, Lehre, Industrie und Anwender geschaffen werden.

 

Kompezenzfelder

AIM - Anwendungen der Informatik in der Medizintechnik

Das Kompetenzfeld AIM befasst sich mit der Entwicklung von Algorithmen und Datenstrukturen zur (semi-) automatischen Verarbeitung, Analyse und Visualisierung von medizinischen Signalen, Bildern (2D, 3D) oder Bildfolgen für die Unterstützung der medizinischen Diagnostik und Therapie. 

Informationssysteme und –management im Gesundheitswesen

Das Kompetenzfeld Informationssysteme und –management im Gesundheitswesen befasst sich im Kern mit der elektronischen Krankenakte, betrieblichen Informationssystemen für Gesundheitsversogungseinrichtungen und der institutionsübergreifenden Vernetzung dieser Systeme.

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gedruckt am: 24.05.2012  05:03