Objekt- und Raumdesign

Studienstruktur

Die Ausbildung in der Studienrichtung Objekt/Raumdesign bietet den Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Design eine umfassende, auf künstlerisch-gestalterischer, technischer und wissenschaftlicher Grundlage beruhende Ausbildung zur Designerin/zum Designer. Im Mittelpunkt des Studiums stehen projekt- und praxisbezogenes Lernen, Lehren und Arbeiten. Den Studierenden wird im Rahmen der Studien-und Prüfungsordnung eine weitgehend eigenverantwortliche Gestaltung ihres Studiums ermöglicht. Das Studium erfordert künstlerische Begabung, kreatives und konzeptionelles Denkvermögen.

Studienaufbau

Innerhalb des Grundstudiums werden anhand praktischer Übungen künstlerisch -gestalterische Grundlagen vermittelt sowie manuelle Fähigkeiten und technische Möglichkeiten rationeller Entwurfsarbeit erlernt und trainiert.
Im Hauptstudium sind die Anforderungen höher, die Studienangebote differenzierter, die Designaufgaben komplexer.
Mit Lustgefühl und Realitätssinn sollen ästhetische, originelle, einzigartige, aufmerksamkeitsstarke und unmißverständliche Lösungen gefunden werden.
Gute Voraussetzungen sind Teamgeist und Kritikfähigkeit (auch der eigenen Arbeit gegenüber), Phantasie und Abstraktionsvermögen, Eigeninitiative, Experimentierfreude und vor allem Humor.
Die Teilnahme an Gestaltungswettbewerben, die Durchführung von Ausstellungen und Exkursionen, die Kooperation mit Auftraggebern aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Soziales sind feste Bestandteile der Ausbildung im Hauptstudium.

Studienziel

Durch die erlernten berufsspezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten sollen die Studierenden in der Lage sein, komplexe Aufgaben aus dem Bereich des Objekt/Raumdesign eigenverantwortlich lösen zu können. Dazu gehören auch theoretische Kenntnisse angrenzender Wissensgebiete.

Arbeitsfeld

Die Studienrichtung Objekt/Raumdesign umschließt umfangreiche Berufs- und Auftragsfelder:

Architekturbezogene Gestaltung, Kunst im öffentlichen Raum, Urbanes Design, Public Design, Street Furniture, Gestaltung von Spielzonen und Geräten, Design und Gestaltung für Behinderte, Kunst und Design in der Therapie, Auftragsfelder im Bereich Humanisierung der Arbeitswelt, Wohnumfeldverbesserung, Ökologie und Umwelt Ausstellungs- und Messedesign Raum- und Ausstattungsdesign * (hier in unserem FB ergeben sich u.U. neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Studienrichtung Kamera im Bereich Bühne, Ausstattung, Szenenbild.)

Ausblick: Die Arbeits- und Berufsfelder im Objekt/Raumdesign werden sich zukünftig noch mehr in die Bereiche Architektur, Kunst + Objekt, Gestaltung im öffentlichen Raum, sowie Ökologie und Umwelt ausweiten. Die vielfältigen Gestaltungsbereiche erfordern einen künstlerischen Generalisten , der mit allen Möglichkeiten bildnerischer Praxis vertraut ist, und der konzeptionell und methodisch arbeiten kann.

Sind die Ausbildungsziele in den Studienrichtungen Grafik, Foto, Kamera aufgrund ihrer technischen Entwicklung und Bedingtheit mehr oder weniger selbstverständlich, und erscheint die Zielsetzung des Objekt/Raumdesign, der kleinsten Studienrichtung vergleichsweise weniger deutlich, so dürfen hierbei nicht allein quantitative Gesichtspunkte berücksichtigt werden (Studentenzahlen, berufliche Nachfrage, Markttendenzen), sondern auch qualitative , wie die Spezialisierung auf die Gestaltung herausragender Einzelobjekte.Objekt/Raumdesign steht verbindend zwischen dem technisch-gestalterischen Bereich und der freien künstlerischen Gestaltung, wobei Überschneidungen bzw. Überlappungen nach beiden Seiten hin möglich sind. Die berufliche Tätigkeit des Objekt/Raum-Designers ist gestalterischer, beratender und koordinierender Art im Feld sozialer Interaktionen. Objekt/Raumdesign hat sich mittlerweile nicht nur bei Architekten und Planungs-behörden, sondern auch in der öffentlichen Designszene und - diskussion etabliert.
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gedruckt am: 24.05.2012  02:42