Selbstverwaltung am Fachbereich Design

Im Mittelpunkt des Menupunkts steht die Diskussion im Fachbreichsrat des Fachbereichs Design. Sie finden einen Überblick über verschiedene Aspekte der Arbeit in diesem und anderen Gremien des Fachbereichs, zuweilen auch einen Kommentar oder ein Statement zu wichtigen Debatten. Links am Ende der Seite führen zu wichtigen Quellen und weiterführenden Dokumenten.

Mitgliedschaften HW in Gremien des Fachbereichs


  • Fachbereichsrat des Fachbereichs Design: 1991-2011
     im Verlauf verschiedener Wahlperioden seit 1991:

  • Berufungskommissionen
  • Studienreformkommission
  • Kommission Planung und Finanzen
  • Prüfungskommission



Fachbereichsrat

Die wichtigsten Debatten in den Selbstverwaltungsgremien des Fachbereichs Design drehen sich wie anderswo um die Studienreform in Zeiten der Bologna-Verabredungen, um die Berufungspolitik und einzelne Entscheidungen zur Besetzung frei werdender Stellen und - wie immer - ums liebe Geld. Besonders wichtig, wenn über Mittel aus Studienbeiträgen der Studierenden und über Gelder aus Drittmitteln entschieden wird. - Aber diese Finanzierungsquelle wird es ja in NRW ab dem WS 2011/12 nicht mehr geben. Ob die Kompensation, die das Ministerium versprochen hat, tatsächlich 100% erfolgt, ist sehr zweifelhaft.
Immer noch schlägt sich der Fachbereich mit den Folgen des sog. Globalhaushalts herum, der auch an die Fachbereiche weiter gegeben wird. Darunter versteht man, dass nun der gesamte Finanzhaushalt von den Hochschulen selbst bewirtschaftet und organisiert werden muss. Und von ihren Abteilungen. Das betrifft alle Sach- und Personalmittel, inklusive der Professorengehälter. Doch gibt es hierfür nur "Kopfpauschalen", Pauschalbeträge, die mit den tatsächlichen Kosten nicht übereinstimmen. Wofür früher das Ministerium sorgte, ist nun Sache der Selbstverwaltung. Und da kann es dann passieren, dass sich ein Fachbereich den ein oder anderen Lehrenden nicht mehr leisten kann. Oder gegen eine Werkstatt getauscht werden könnte.... Man kann sich vorstellen, welch interessante Debatten darüber im Fachbereichsrat stattfinden.

In der Studienreform sind die ersten Frustrationen mit den neunen Abschlüssen à la bolognese abgeklungen. In gestalterisch künstlerischen, anwendungspraktisch orientierten Studiengängen, wie denen am Fachbereich Design, machte sich schon seit der Halbzeit des ersten Bachelor-Jahrgangs der Druck bemerkbar, der auf Studierenden und Lehrenden lastet, die statt 4 nur noch 3 Jahre bis zum Abschluss haben. Ein Meinungsbild unter den Lehrenden und Studierenden ergab eine so gut wie 100-prozentige Befürwortung eines 8-semestrigen Bachelor-Studiums in Gestaltungsstudiengängen und eine entsprechende Anpassung der Module. - Dies sollte die frisch beatmete Studienreform in die tat umsetzen. Doch, oh je, mittlerweile gabs schon wider neue Direktiven: die parole lautete nun (ab 2010) 7 + 3. Denn so das Argument: wie will man die Studierenden in einem Jahr (Modell 8+2 - Semester sind gemeint) zu einem Masterabschluss bringen. Nur, warum diese richtige Einsicht, die ebenso richtige Einsicht, dass man für ein Kreativstudium wie das Designstudium gut und gerne 8 Semester braucht, in Frage stellt, die Frage ist noch nicht beantwortet. (Wahrscheinlich wieder eine Direktive, eine höherrangig ministerielle etwa?) - So wird der Fachbereich, wenn ihn nicht ganz neue Erkenntnisse erleuchten, seine neue Reform mit den Eckzahlen 7+3 zu Ende bringen. Und - wahrscheinlich - mit der Umorganisation des Studienangebots in 5 unterschiedliche Bachelor-Studiengänge: BA Grafik/ Kommunikationsdesign, BA Fotografie, BA Film, BA Sounddesign, BA Objekt- und Raumdesign, dazu zunächst 2 Master-Studiengänge: Szenografie und Kommunikation sowie Fotografie, später dann, getreu der Devise 7+3, weitere Master-Studiengänge in der Verlängerung der restlichen Bacheler-Studien. – Gut, dass Studienreform Daueraufgabe ist.

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gedruckt am: 23.02.2012  07:59