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Masterstudiengang „Gebäudehüllen aus Metall“ M. Sc.

Die Gebäudehülle spielt in der Architektur eine zunehmend wichtigere Rolle. Neben den bekannten ästhetischen, konstruktiven und bauphysikalischen Belangen rückt der Energiefluss in der Hülle immer weiter in den Vordergrund. Zeitgemäß entworfene Gebäudehüllen sollen nicht nur Wärmeverluste minimieren und einer sommerlichen Aufheizung vorbeugen, sondern für die energetische Gesamtenergiebilanz des Gebäudes selbst aktiv Sonnenenergie gewinnen.

Metallischen Gebäudehüllen fällt in Zukunft eine besondere Rolle zu. Die Zunahme großflächiger Hallen- und Bürofassaden erfordert einen sensiblen Umgang mit der Gestaltung großer Gebäudevolumen im architektonischen Kontext. Darüber hinaus werden die neuen Fassadenflächen im Wand- und Dachbereich ihren „Anteil“ zur Energiegewinnung und C02-Reduzierung leisten müssen. Ziel des neuen Studiengangs „Gebäudehüllen aus Metall“ ist es daher, Architekten nicht nur im konstruktiv/gestalterischen und allgemein bauphysikalischen Bereich an die besondere Thematik metallischer Gebäudehüllen heranzuführen, sondern sie auch für zeitgemäße energetische Belange zu sensibilisieren und zu schulen.

Das Planungsfeld für Gebäudehüllen aus Metall ist breit gefächert. Es erstreckt sich von der Gestaltung und Konstruktion von Fassaden im Industrie- und Gewerbebau über die Konzeption moderner Vorhangfassaden für Bürobauten bis hin zur qualifizierten Projektsteuerung in Planungsbüros. In der Baupraxis werden diese Aufgaben noch häufig von Fachleuten aus anderen technischen Berufsdisziplinen ausgeübt. Der grundständig ausgebildete Architekt hat mit seinen Qualitäten im Bereich nachhaltig / energetischer Planung und gestalterischer Einbindung in den komplexen architektonischen Kontext zwar gute Eingangsvoraussetzungen, kann die oben beschriebenen Planungsfelder aber oft mangels Spezialwissen nicht vertiefend bearbeiten. Um diesen, auch von Kammern und Berufsverbänden beschriebenen Mangel auszugleichen, bietet die Fachhochschule Dortmund den Masterstudiengang „Gebäudehüllen aus Metall“ an.

Der neue, anwendungsbezogene Masterstudiengang schließt mit dem Abschluss „Master of Science“ (M.Sc.) ab. Er vermittelt den Studierenden eine wesentliche Vertiefung der gestalterischen, konstruktiven, bauphysikalischen, energetischen und administrativen Kenntnisse zur Entwicklung von Gebäudehüllen aus Metall. Die Ausrichtung vertieft Kenntnisse in wichtigen Schlüsselbereichen und zeigt durch eine interdisziplinäre Betrachtungsweise das Verständnis von Systemzusammenhängen auf. Damit qualifizieren sich die Absolventen für den Zugang zu den o.g. Planungsfeldern und können zukünftig ihr fundiertes Wissen effektiv in den Gestaltungs- und Planungsprozess einbringen.

Im zweisemestrigen Masterstudiengang „Gebäudehüllen aus Metall“ wird ferner die Fähigkeiten zur Erfassung, Strukturierung, Beurteilung und Entscheidung komplexer Sachlagen weiter ausgeprägt. Analytisches Denken als eine Voraussetzung für eine systematische Vorgehensweise wird besonders gefördert, ebenso verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Planen.

Die Studierenden werden in besonderem Maße in die Lage versetzt, der rasch fortschreitenden technischen Entwicklung gerecht zu werden. Grundlage dafür bildet die Einbindung von Externen Kooperationspartnern mit hohem Erfahrungsschatz und aktuellem Praxisbezug.

Weiterhin werden die Absolventinnen und Absolventen zu einer Architektentätigkeit in kompetenter Position für Planungsbüros befähigt, insbesondere für Bereiche der Entwicklung und Projektierung von Gebäudehüllen aus Metall. Hier kann zukünftig gestalterisches Potenzial mit den komplexen Erfordernissen des Metallbaus und der Gebäudehülle verflochten werden.

Die Qualifikation der Lehrenden und die Kooperation mit einem Netzwerk von Produzenten, Anwendern und Planern gewährleistet zudem ein Höchstmaß an Innovation, Wissens- und Erfahrungstransfer. Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Lehre und Berufspraxis ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Eine Wissensvermittlung in dieser Form ist im deutschsprachigen Raum ohne gleichen und stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Masterstudienganges „Gebäudehüllen aus Metall“ dar.

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gedruckt am: 23.05.2012  13:32