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zuletzt geändert am:

  • 19.05.2016

Was ist ein Numerus Clausus und ein Auswahlverfahren?

NC oder Numerus Clausus bedeutet "Beschränkte Anzahl" (von Studienplätzen). Immer dann, wenn es für ein Studienfach mehr Bewerber als Plätze gibt, wendet die Fachhochschule Dortmund ein Auswahlverfahren an.

Für die Hochschulen in NRW werden die verfügbaren Studienplätze im 1. Fachsemester nach folgenden Quoten vergeben:

 

20 % der Studienplätze für Bewerberinnen und Bewerber mit den besten Durchschnittsnoten ihrer Hochschulzugangsberechtigung

20 % der Studienplätze für Bewerberinnen und Bewerber mit der längsten Wartezeit

60 % der Studienplätze in einem hochschuleigenen Auswahlverfahren

 

Vergabe im Auswahlverfahren der Hochschule

Die Fachhochschule Dortmund hat entschieden, diese 60 % der Studienplätze ebenfalls nach der Durchschnittsnote zu vergeben. (Änderungen sind jedoch möglich)

 

Jeder Bewerber hat also drei Chancen auf Zulassung:

 

Vergabe nach der Durchschnittsnote

20 % der Studienplätze werden an Bewerberinnen und Bewerber mit den besten Durchschnittsnoten in der Hochschulzugangsberechtigung vergeben.

Für die Auswahl nach Note oder Wartezeit wird durch die Hochschule eine „Rangliste" aus allen Bewerbern gebildet. Die Rangliste ist zum einen nach Noten sortiert, zum anderen nach der Wartezeit in Halbjahren (Semestern). Die verfügbaren Plätze erhalten diejenigen Bewerber, die oben in der jeweiligen Liste stehen, bis alle verfügbaren Studienplätze vergeben sind.

 

Da bei den Sortierungen nach Note und Wartezeit Ranggleichheit entstehen kann (es gibt viele Bewerberinnen und Bewerber mit der selben Durchschnittsnote bzw. der selben Wartezeit), muss ein weiteres Sortierkriterium bei der Auswahl herangezogen werden:

 

Bei Ranggleichheit bei der Sortierung entscheidet dann das jeweils andere Kriterium (bei gleicher Note die Wartezeit, bei gleicher Wartzeit die Note). Sollte noch immer Ranggleichheit bestehen, entscheidet der geleistete Dienst, dann das Los.

 

Vergabe nach der Wartezeit

20 % der Studienplätze werden nach der Wartezeit vergeben.

 

Die Wartezeit ist die Zeit, die zwischen dem Datum des Erwerbs der Studienberechtigung und dem Studienbeginn in Halbjahren vergangen ist.

 

So werden z. B. Ausbildungszeiten und/oder auch Zivildienst / Bundeswehrzeiten mitgerechnet. Studienzeiten dagegen gelten als Parkstudium und zählen nicht als Wartezeit!

 

Für Bewerberinnen und Bewerber, die mit ihrem Schulzeugnis nur den schulischen Teil der Fachhochschulreife vorweisen können, gilt allerdings folgendes:

Wurde der schulische Teil der Fachhochschulreife bis einschließlich 15. Juli 2009 erworben, beginnt die Wartezeitberechnung noch mit dem Datum des schulischen Teils der Fachhochschulreife, auch wenn danach noch der praktische Teil absolviert werden musste.

 

Für Bewerberinnen und Bewerber, die nach dem 15. Juli 2009 den schulischen Teil der Fachhochschulreife ablegen und anschließend  mit dem praktischen Teil beginnen, zählen erst die Zeiten nach Absolvierung des praktischen Teils (Ausbildung oder Praktikum) als Wartezeit. Es gilt also in diesem Fall, dass die Wartezeit erst ab dem Datum, zu dem beide Teile der Fachhochschulreife - sowohl der schulische als auch der praktische Teil -  vorliegen, berechnet wird.

 

Wer ausreichend lange gewartet hat, bekommt also auch in den NC-Fächern nach entsprechender Wartezeit einen Studienplatz. Dabei werden keine Wartelisten geführt, son-dern man muss sich immer wieder neu bewerben. Eine Verbesserung der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung durch die Wartesemester gibt es nicht.

 

Erstes Sortierkriterium ist in dieser Quote also die Wartezeit, bei Ranggleichheit ist das 2. Sortierkriterium die Duchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, dann der abgeleistete Dienst; besteht dann weiterhin Ranggleichheit, so entscheidet das Los.

 

 

Wie lese ich die Werte der Orts-NC-Tabelle?

Über die Auswahl nach den oben genannten Kriterien ergaben sich nach den Ranglisten folgende Verfahrensergebnisse:

 

        Note               Wartezeit hochschuleigene Auswahl
Informatik     2,1 / 0     06 / 3,0              2,4 / 2

 

Nehmen wir an, es gibt vier Bewerber mit folgenden Durchschnittsnoten der Hochschulzugangsberechtigung und Wartehalbjahren:

 

 

Maria = Note 2,0, keine Wartezeit (also „0")

Daniel = Note 2,8, Wartezeit 7

Frank = Note 3,3, Wartezeit 6

Sina = Note 2,3, Wartezeit 4

 

Wer hätte einen Studienplatz bekommen?

 

1. Vergabe nach der Durchschnittsnote (Hauptkriterium Note, bei Ranggleichheit: Wartezeit)

Maria steht mit der Note 2,0 oberhalb des Grenzranges (2,1) und wurde ausgewählt. Alle anderen liegen unterhalb des Grenzranges, ihnen wurde über diese Quote kein Studienplatz zugewiesen.

 

2. Vergabe nach der Wartezeit (Hauptkriterium Wartezeit, bei Ranggleichheit: Note)

Auf dieser Liste scheitern Maria und Sina, ihre Wartezeit reicht nicht aus. Daniel ist mit 7 Wartesemestern erfolgreich. Frank verfügt über genügend Wartezeit, scheitert aber am nachrangigen Kriterium.

 

3. Vergabe nach der hochschuleigenen Auswahl (Hauptkriterium Note, bei Ranggleichheit: Wartezeit)

Maria und Daniel sind schon ausgewählt und nehmen an dieser Quote nicht teil. Sina steht mit ihrer Note oberhalb des Grenzranges und kann nun ausgewählt werden. Daniel liegt leider unter dem Grenzrang und kann auch in dieser Quote nicht ausgewählt werden.

 

Erfolgreich waren somit Maria (über Quote Note), Daniel (über Quote Wartezeit) und Sina (über Quote AdH). Frank konnte leider in keiner Quote ausgewählt werden.

 

Die aktuelle Orts-NC-Tabelle finden Sie in der rechten Spalte.

 

 

Was ist unter einem Nachrückverfahren zu verstehen?

Ein Nachrückverfahren wird nur in zulassungsbeschränkten Studiengängen durchgeführt, wenn Studienplätze frei bleiben. Denn die Erfahrung zeigt, dass nicht alle Bewerberinnen und Bewerber ihren Studienplatz auch tatsächlich annehmen.


Achtung Änderung des Nachrückverfahrens:

 

Bewerberinnen und Bewerber nehmen nach dem Hauptverfahren oder nach einem Nachrückverfahren nur dann an einem Nachrückverfahren teil, wenn sie bis zum Ende einer von der Fachhochschule Dortmund zu bestimmenden Frist eine Erklärung dazu abgeben, dass sie an dem Nachrückverfahren beteiligt werden wollen. Bewerberinnen und Bewerber, die einen Studienplatz erhalten haben, haben bis zu einer von der Fachhochschule Dortmund zu bestimmenden Frist die Annahme zu erklären.

 

Plätze, die von den Bewerberinnen und Bewerbern nicht angenommen werden, werden neu vergeben. Erfolgt keine oder keine rechtzeitige Erklärung, ist die Bewerberin bzw. der Bewerber vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.

 

Die Erklärung über die Annahme des Studienplatzes bzw. die Teilnahme an den Nachrückverfahren erfolgt elektronisch über das Onlineportal der Fachhochschule Dortmund.

 


 

 

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gedruckt am: 26.05.2016  12:36