Häuser, die in punkto Energieverbrauch mitdenken, ein Elektroauto für Forschung und Lehre, ein insektenartiger Roboter – die Fachhochschule Dortmund präsentierte sich auf der "Elektrotechnik" im September, gemeinsam mit der Fachhochschule Münster, der Universität Paderborn und der Universität Duisburg-Essen auf dem "Elektrotechnik-Campus" in den Westfalenhallen - fast 25.000 Besucher fanden den Weg zur Messe.
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Auf der Autobahn in den Urlaub durchfährt manchen siedendheiß der Gedanke: "Haben wir zuhause den Herd ausgemacht? Und die Heizung runtergestellt?" Mittlerweile gibt es Technik, die eigenständig daran "denkt" – und nicht nur während des Urlaubs. Auf der Messe "Elektrotechnik" in den Dortmunder Westfalenhallen brachte Prof. Dr. Bernd Aschendorf vom Fachbereich Informations- und Elektrotechnik den Besuchern solche Systeme nahe. Mit mehreren Demonstrationssystemen und -häusern am Messestand der Fachhochschule Dortmund zeigte er, was die Technik bereits ermöglicht: automatische Regulierung der Heizung und Lüftung, Steuerung des Lichts oder andere Automatisierungsprozesse sind für jedes im Haus leicht und kostengünstig zu realisieren. Gesteuert und bedient wird über Displays oder das Handy.
Die Waschmaschine dann anstellen, wenn der Strom am günstigsten ist – ebenfalls um Stromverbrauch im Haushalt drehte sich ein zweites Exponat der FH Dortmund: ein System, das den Energieverbrauch von Einfamilienhäusern automatisch steuert, damit die Endverbraucher Strom sparen können, ohne die Vielzahl der zeitlich gestuften Tarife im Kopf haben zu müssen. Zu sehen war das Modell eines Smart Energy Controllers, das Prof. Dr. Ingo Kunold mit seinem Team und weiteren Partnern im Rahmen der E-Energy Forschungsprojekte E-DeMa, EENEAS sowie e-energy@home entwickelt hat. Es erfasst die Energiemengen mittels neuer, vernetzungsfähiger elektronischer Verbrauchszähler für Strom, Gas und Wasser und ermöglicht eine effiziente, angebotsorientierte Verbrauchssteuerung von Haushaltsgeräten. Diese elektrischen Geräte werden immer „intelligenter“ und kommunizieren mit dem Smart Energy Controller, melden Bedarfe und vereinbaren Laufzeiten, die sich an variabel vorgegebenen Energietarifen orientieren. Geräte, die sich bereits im Haushalt befinden, werden über Funktionen des Smart Energy Controllers indirekt gesteuert. Diese Haushaltsgeräte können im Rahmen der „Inhouse“-Vernetzung in ein automatisiertes Verbrauchsmanagement eingebunden werden.
Eher für den Einsatz im Gelände ist ein weiteres Exponat der FH geeignet: Frodo, der sechsbeinige Lauf-Roboter, der vom Team um Prof. Dr. Thomas Felderhoff im Fachbereich Informations- und Elektrotechnik entwickelt wurde, hat sein Vorbild nicht in der Fantasy-Literatur, wie der Name vermuten lässt, sondern in der Natur: Er überklettert Hindernisse nach Prinzipien, die den Stabheuschrecken abgeschaut wurden. Diese Fähigkeit könnte zum Beispiel bei der Geländeerkundung oder für Reparaturroboter eingesetzt werden.
Mit dem “deSPYDER“ präsentierte Prof. Dr.-Ing. Michael Ludvik vom Institut für Software-Engineering und Echtzeitsysteme ein Elektroauto für Forschung und Lehre an der FH Dortmund. Der Wagen hat eine maximale Reichweite von ca. 160 km und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 120 Stundenkilometern. Die Akkus dafür laden innerhalb von zwei bis drei Stunden, bei einer Stromstärke von 300 Ampere jedoch schon innerhalb von zehn Minuten.
Prof. Dr. Wolfgang Matthes (Fachbereich Informations- und Elektrotechnik) zeigte einen Ausschnitt aus laufenden Arbeiten, die den Einsatz von PC-Plattformen, Mikrocontrollern und programmierbaren Logikschaltkreisen im Bereich der Embedded Systems betreffen. Videospiele auf Oszilloskopen und ein Robotermodell sorgten dafür, dass auch die Unterhaltung zu ihrem Recht kommt.
