Gender Mainstreaming

Die Fachhochschule Dortmund hat sich dem Gender Mainstreaming verpflichtet. Damit ist eine Strategie zur Durchsetzung von Gleichstellung gemeint, in der alle Maßnahmen und alles Handeln daraufhin betrachtet werden, wie die geschlechterdifferenzierte Folgen sind.

Gender Mainstreaming wird seit Ende der 1990er Jahre von der Europäischen Union in allen Politikbereichen praktiziert.

Das englische Wort „Gender“ bezeichnet das soziale Geschlecht im Gegensatz zum biologischen (engl. „sex“). Der Begriff Gender trägt der Tatsache Rechnung, dass Geschlechterunterschiede sozial erzeugt und damit veränderbar sind. Der ebenfalls englische Begriff des „Mainstreaming“ benennt ein Organisationsprinzip, mit dem ein Thema in den gesellschaftlichen „Hauptstrom“ gebracht wird, indem es querschnittsmäßig in allen anderen Themen „mitgedacht“ wird.

Insgesamt bedeutet Gender Mainstreaming also die systematische Beachtung der unterschiedlichen Folgen, die Entscheidungen, Planungen und Verfahren jeweils auf die Lebenswirklichkeiten von Männern und von Frauen haben. Der Aspekt der Gleichstellung wird dadurch in alle Maßnahmen eingebunden.

An der Fachhochschule heißt das zum Beispiel, dass bei der Einführung eines neuen Studiengangs überlegt wird, welche Studieninhalte für junge Frauen und Männer attraktiv sind, wie die Rahmenbedingungen für die Lebenswirklichkeit beider Geschlechter gestaltet werden können und wie die „Vermarktung“ des Angebots für beide Geschlechter attraktiv sein kann.

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gedruckt am: 21.05.2012  14:50