effet 2005

Wie sieht es unter der Motorhaube eines Erdgasautos aus? Wie verändert eine künstliche Herzklappe die Strömungseigenschaften des Blutes? Und wie lassen sich virtuelle Welten in Biologie und Medizin nutzen?

Harenberg City Center
Fragen, auf die es bei der "effet 2005" am 18. und 19. Oktober 2005 greifbare und anschauliche Antworten gab. Und nicht nur auf diese: Mit 25 Exponaten, einer Reihe von Vorträgen und Workshops sowie einem "Forschungsfrühstück" boten die 5. Forschungs- und Entwicklungstage der Fachhochschule ein rundes Programm.

Angewandte Forschung zum Anfassen war Tenor der Veranstaltung, die im Oktober 2005 im Harenberg-Center (HCC) in der City stattfand. So freuten sich Professoren, Mitarbeiter und Studierende auf Gespräche mit den Besuchern. Neben einleitenden Kurzvorträgen vom Dortmunder Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer zur Rolle der FH im Strukturwandel und von DFG-Vizepräsident Prof. Dr. Matthias Kleiner über "Grundlagenforschung - Angewandte Forschung - Wissenstransfer" standen Aktivitäten und Projekte aus vielen Disziplinen auf dem Programm: Zu alternativen Kraftstoffen beispielsweise, die durch die Explosion der Benzinpreise von besonderer Aktualität waren, oder zur elektronischen Gesundheitskarte, die auch Fragen nach dem gläsernen Patienten aufwarf. Gäste konnten sich auf einen virtuellen Rundgang durch eine regionale Kirche begeben, in eine gläserne Wärmepumpe hineinschauen, mit dem Leichtbau-Dreirad radeln oder sich erklären lassen, wie ein mobiles Informationssystem Schritt für Schritt durch Ausstellungen oder Museen führt.

In einem Gründerforum stellten sich beispielhafte "spin-offs" der FH vor sowie erfolgreiche studentische Existenzgründungen, bei denen die FH Starthilfe gab. Ein wenig Ruhe im Trubel fanden sie dagegen im "Philosophischen Café" des Fachbereichs Soziales. Live-Schaltungen zur Frankfurter Buchmesse und zur Fachmesse Biotechnica in Hannover ermöglichten den Besuchern, zeitgleich einen Blick auf Buchprojekte aus dem Design oder auf die Exponate des Instituts für Mikrosensorik zu werfen.

In etwa zweistündigen parallelen Workshops zu Erdgasmotoren, Elektronischer Patientenakte, Fahrrad-Leichtbau, Hospizforschung und mobilen Informationssystemen konnten Besucher sich detailliert informieren. Einen kulturellen Höhepunkt versprach die Vorpremiere zum Tanzkonzert "Hoereograpien". Entstanden aus einem Forschungsprojekt an der FH wurde gezeigt, wie Bewegungen in Klänge umgesetzt werden können. Studierende des Fachbereichs Soziales präsentierten Pantomimen. Viel junges Publikum sollte die immer stark nachgefragte "Mappenschau" zur effet locken. Hier konnte man anhand von Bleistiftskizzen, Collagen, Fotografien oder Aquarellen erfahren, welche Anforderungen an die Bewerber für das Designstudium gestellt werden. Tipps und Anregungen gab es auch zum neuen Schüler-Fotowettbewerb "Was mich bewegt", den die Designer bis zum Frühjahr mit Dortmunder Kunstlehrern anbieten.

Ein weiterer Programmpunkt der effet 2005 war das "Forschungsfrühstück": Zwei Forscher der FH stellten ihre Fachgebiete vor. Sie erhielten für die Nominierung eine Prämie von 1000 Euro, die beispielsweise für Symposien oder Tagungsreisen eingesetzt werden kann. Zusätzlich wurde der mit 2500 Euro dotierte Preis der FH-Fördergesellschaft für die beste Forschungspräsentation verliehen.

Den Schlussvortrag hielt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft Club of Rome Prof. Dr. Michael Jischa von der TU Clausthal.
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gedruckt am: 21.05.2012  14:03