Prof. Dr. Franco Rest wurde mit dem Forschungspreis 2006 der Fachhochschule Dortmund ausgezeichnet. Damit würdigt die Fachhochshule seine langjährige Forschung über den Themenkreis Sterben, Sterbegleitung und Trauern und sein großes gesellschaftliches Engagement zur Gründung und Förderung der Deutschen Hospizbewegung.
Hospizarbeit und Sterbebegleitung stehen seit mehr als dreißig Jahren im Mittelpunkt der Forschungen von Prof. Dr. Franco Rest. Der Mitbegründer der deutschen Hospizbewegung entwickelte erste Finanzierungsmodelle für Hospizliche Einrichtungen und trug zu ihrer Verankerung als Aufgabe der Altenpolitik bei. Professor Rest erarbeitete Bedarfsrechnungen
für neue Hospize, unterzog bestehende Hospize einer wissenschaftlichen Erfolgskontrolle und entwickelte
allgemeingültige Standards zur ambulanten Pflege Sterbender.
Der Wissenschaftler lehrt am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften die Fächer Erziehungswissenschaften, Sozialphilosophie/Sozialethik und Pflegewissenschaft. Sein außergewöhnliches gesellschaftliches und wissenschaftliches Engagement findet seinen Niederschlag in über 250 Publikationen zu den Themen Sterben, Tod, Trauer, Ethik der Sterbebegleitung, Hospizbewegung und Anti-Euthanasie, mit denen er die Entwicklung der ambulanten und stationären Hospize und Palliativstationen initiiert und fortlaufend begleitet hat.
Franco Rest ist unter anderem Vorsitzender der Hospizinitiative DELTA, Leben und Sterben in Begleitung (Dortmund), und wissenschaftlicher Direktor der Dietrich-Oppenberg Akademie für hospizliche Bildung und Kultur in Essen. Über viele Jahre war er neben seinen Aufgaben in der Fachhochschule, wo er die Ämter des Dekans und Prorektors innehatte, auch Berater der Landesregierung in allen Fragen der Hospizentwicklung. Er ist Vorstandsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Hospize, Hospizinitiativen und Palliativstationen in NRW und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von "OMEGA _ Mit dem Sterben leben". Im März 2006 wurde Professor Rest für seine Verdienste um die deutsche Hospizbewegung mit den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.
