Prof. Dr. Katja Nowacki

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1. HUMAN - Heimat für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge Arbeit und Neuanfang

In dem aktuellen Forschungsprojekt (Start 01.08.2016) sollen Lebensverläufe von Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erfasst, begleitet und evaluiert werden. Hierbei stehen insbesondere ihre speziellen Bedürfnisse nach der Flucht aus dem Herkunftsland und die Trennung von der Familie im Vordergrund. Neue Beziehungsangebote, sowie die Entwicklung von Bildungsperspektiven in Schule und Ausbildung sollen zu einer Perspektiventwicklung der Jugendlichen beitragen. Hintergrund der Bemühungen soll die Ermöglichung einer Integration in die Mehrheitsgesellschaft sein. Die Projektpartner wollen gemein-sam die Forschung konzipieren, durchführen und die Ergebnisse einer interessierten (Fach-)öffentlichkeit zur Verfügung stellen. In dieser transdisziplinären Studie werden von der Fachhochschule Dortmund unter Leitung von Prof. Dr. Katja Nowacki und der wissenschaftlichen Mitarbeit von Silke Remiorz in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe Flow gGmbH Bottrop und unter Beratung von Mitarbeiter_innen des Jugendamtes aus vier Kommunen des Ruhrgebiets (Essen, Bottrop, Herten, Witten) erste Interviews mit männlichen UMF ab der zweiten Hälfte des Jahres 2016 in einer Querschnittstudie einmalig durchgeführt um explorativ einen ersten Eindruck von deren Situation bei einem stationären Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu bekommen. In einem Expert_innenworkshops Anfang Oktober 2016 wird der Interviewleitfaden abgestimmt und im Verlauf des Jahrs 2017 die Ergebnisse diskutiert.

Weitere Informationen folgen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Prof.Dr.Katja Nowacki katja.nowacki@fh-dortmund.de oder Silke Remiorz silke.remiorz@fh-dortmund.de

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2. Väterprojekt - Vaterschaft zwischen Jugendhilfeerfahrungen und väterlicher Kompetenz

Hintergrund

Für die Entwicklung von Kindern ist die Eltern-Kind-Beziehung wichtig. Bisher wurde in diesem Zusammenhang jedoch fast ausschließlich die Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern untersucht. Die Rolle der Väter wurde demgegenüber bislang vernachlässigt. Dabei ist die Beziehung des Kindes zum Vater ebenso bedeutsam. Bisherige Untersuchungen verdeutlichen, dass besonders die eigenen Erfahrungen in der Kindheit für die Erziehung der Kinder wichtig sind. Außerdem können diese Erfahrungen die eigenen Vorstellungen vom „Vatersein“ beeinflussen. Neben der Vater-Kind-Beziehung können darüber hinaus die eigenen Kindheitserfahrungen auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche haben. Um mehr über den Einfluss und die Bedeutung von Vätern zu erfahren, wird an der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit der Universität Wien das Projekt „Vaterschaft zwischen Jugendhilfeerfahrungen und väterlicher Kompetenz“ durchgeführt.

Ziel des Projektes

Das langfristige Ziel dieses Projektes ist es, Empfehlungen für Väter und Fachkräfte in der Jugendhilfe zu entwickeln, die dazu beitragen, die Vater-Kind-Beziehung zu stärken. Dafür möchten wir mit Vätern in einem geschützten Rahmen über ihre eigenen Kindheitserfahrungen und aktuellen Beziehungen sprechen.Darüber hinaus interessieren wir uns für den Umgang der Väter mit ihren leiblichen, Stief- oder Adoptiv-Kindern.
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3. Bindungsentwicklung von Pflegekindern (ABGESCHLOSSEN)

Das Forschungsprojektvon Prof. Dr. Katja Nowacki der Fachhochschule Dortmund war eine dreijährige Studie, welche die „Bindungsentwicklung von Pflegekindern“ in ihre Pflegefamilien über einen Zeitraum von insgesamt einem Jahr erforschte. Erkenntnisse über die Eingliederung des Kindes in die Pflegefamilie sowie in das psychosoziale Umfeld dieser standen dabei besonders im Vordergrund der Forschung. Ferner untersuchte die Studie ob sich durch eine positive Beziehung des Pflegekindes zu den Pflegeeltern eventuell vorhandene psychische Probleme des Kindes oder dessen Stressniveau verändern.

Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Faktoren für eine positive Entwicklung der Pflegekinder hilfreich sind um daraus längerfristig Beratungsangebote für Pflegefamilien zu entwickeln.

 

Projektkooperationspartner des Forschungsstandortes Dortmund ist die Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Gottfried Spangler und Dr.Ina Bovenschen. Weiterhin gibt es Kooperationen mit der Ruhr-Universität Bochum sowie verschiedenen Jugendämtern der Region Ruhrgebiet.

Gefördert wurde dieses Forschungsprojekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und war für den Zeitraum von Januar 2010 bis Dezember 2012 bewilligt.

 

Hintergrund der Studie

Aus Studien zur Entwicklung von Eltern-Kind-Beziehungen ist bereits viel über die Bindungsentwicklung von Kindern, bekannt, die in ihren leiblichen Familien aufwachsen. Dagegen gibt es bisher kaum Untersuchungen, die sich mit der Bindungsentwicklung von Pflegekindern beschäftigen.

 

Unsere bisherigen Erkenntnisse

In einer ersten Studie haben wir 3 bis 8 jährige Pflegekinder mit ihren Pflegeeltern zu uns eingeladen. Wir haben dabei herausgefunden, dass ein Teil der Pflegekinder auch nach längerer Zeit in der Pflegefamilie noch Bindungsprobleme haben. Die Bindungsprobleme der Kinder hängen dabei mit anderen Schwierigkeiten der Kinder, z.B. aggressiven Verhaltensweisen oder Problemen mit Gleichaltrigen zusammen. 

 

Die Intention der Studie

Da in der ersten Studie Pflegekinder teilgenommen haben, die schon länger in ihrer Pflegefamilie leben, können wir nichts darüber sagen, warum es manchen Kindern besser als anderen gelingt, neue positive Beziehungen in der Pflegefamilie aufzubauen. 

In der Studie wollen wir daher Pflegekinder im Alter ab 12 Monaten bis 6 Jahren im ersten Jahr in der Pflegefamilie begleiten. Dadurch ist es möglich zu erfassen, welche Faktoren zu einer gelingenden Beziehungsgestaltung in der Pflegefamilie beitragen.

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gedruckt am: 05.12.2016  05:26