LiW: Lebensqualität Älterer im Wohnquartier

Im Juni 2010 ist ein dreijähriges Praxis-Forschungs-Projekt gestartet. Unter dem Titel „Selbstbestimmt älter werden im Ruhrgebiet: Verbesserung der Lebensqualität im Wohnquartier – individuelle Teilhabe ermöglichen, Verantwortungsbereitschaft stärken, unterstützende Infrastruktur errichten“ geht es um die Verbesserung der Lebensqualität Älterer in einem ruhrgebietstypischen Wohnquartier (LiW: Lebensqualität im Wohnquartier). Gefördert wird das LiW-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Forschungsförderung an Fachhochschulen in der Förderlinie: „Soziale Innovationen für Lebensqualität im Alter (SILQUA-FH)".

Folgende Themenschwerpunkte sind Gegenstand der Projektarbeit:

1. Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen im Ruhrgebiet

Dem LiW-Projekt liegt die These zugrunde, dass die Lebensqualität im dritten und vierten Alter vom Ausmaß und Modus der individuellen Teilhabe und Kontrolle der Lebensumstände abhängig ist. Das Projekt greift den Paradigmenwechsel der Sozialgerontologie auf, wonach Alter(n) nicht nur mit Defiziten, sondern vielmehr mit Potenzialen verknüpft ist. Zentrale Zielbestimmung ist es am Beispiel der Stadt Gelsenkirchen Daten zu generieren und Konzepte zu entwickeln, die auf andere Wohnquartiere des Ruhrgebiets übertragbar sind.

2. Quartiersbezug und Partizipation

In einem ruhrgebietstypischen Wohnquartier in Gelsenkirchen (Referenzgebiet) werden mit ortsansässigen älteren Menschen, ausgewählten Vertretern/innen anderer Generationen den am Projekt professionell Beteiligten und verantwortlichen Akteuren Maßnahmen entwickelt, die geeignet sind, die Lebensqualität heterogener Bevölkerungsgruppen Älterer und anderer Generationen im Quartier zu verbessern.

3. Transferfähiger Handlungsrahmen und praxisnahe Qualifizierung

Anwendungsbezogenes Ergebnis des Projekts ist ein partizipativ entwickelter, begleitend evaluierter und transferfähiger Handlungsrahmen mit Handlungskonzepten und -empfehlungen für Kommunen, Wohnungswirtschaft etc. zur Verbesserung der Lebensqualität Älterer in typischen Wohnquartieren des Ruhrgebiets.

Arbeits- und Zeitplan

4 Phasen

Bezeichnung

Zur Evaluation

11 Arbeitsschritte

Phase 1

(12 Monate)

Recherche, Hypothesenentwicklung, Felderschließung, standardisierte Befragung, Auswertung und Dateninterpretation

Ex-ante-Befragung, On-going Befragung; formative Evaluation

1. Literatur

recherche

2. Installierung einer Steuergruppe

3. Analyse der Programme und Entwicklung der detaillierten Ziele des Projekts

4. Erschließung des Untersuchungsgebietes und Handlungsfelds (Referenzgebiet)

 

 

 

 

 

5. Durchführung der Untersuchung zur Generierung der Daten (Sozialraumanalyse)

 

 

 

 

 

6. Dateninterpretation und Reflexion der Ergebnisse mit den beteiligten Partnern

 

 

 

 

Phase 2

(3 Monate)

Konzeptualisierung von Maßnahmen vor dem Hintergrund der empirischen Ergebnisse

On-going-Befragung; formative Evaluation

7. Workshop mit den Befragten und den Kooperationspartnern: Inhaltliche Entwicklung von Pilotvorhaben zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen

 

Phase 3

(15 Monate)

Implementierung der Maßnahmen in der Praxis und deren Evaluation

On-going-Befragung; formative Evaluation

8. Organisatorische Vorbereitung undDurchführung der Pilotvorhaben

9. Evaluation der Pilotvorhaben, Bericht verfassen über die Ergebnisse

10. Workshops mit den beteiligten Akteuren über die Ergebnisse der Pilotvorhaben und deren Bewertung; Transfer der Projekterkenntnisse in den fachwissenschaftl ichen Diskurs

 

 

Phase 4

(6 Monate)

Entwicklung eines transferfähigen praxisorintierten Handlungsrahmens

Ex-post-Befragung; summative Evaluation

11. Handlungsempfehlungen, Ergebnistransfer, Veröffentlichungen, Schlussbericht

 

Kontakt

Fachhochschule Dortmund
Fachbereich 8: Angewandte Sozialwissenschaften
Emil-Figge-Str.44
44227 Dortmund
Raum 259

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Harald Rüßler
Prof. Dr. Dietmar Köster
Janina Stiel
Lisa Heite

E-Mail:   liw@fh-dortmund.de
Telefon: 0049-231-755-4900
Telefax: 0049-231-755-4911

Website: www.liw.fh-dortmund.de

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gedruckt am: 18.04.2014  10:02