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Projektinformationen

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zuletzt geändert am:

  • 10.04.2014

EMIGMA - Empowerment von Migranten zum Klimaschutz

Wie groß ist das Engagement von MigrantInnen für den Klimaschutz? Was sind ihre Beweggründe?

Wie hoch sind die personenbezogenen Treibhausgasemissionen?

Wie kann man das Klimaschutzengagement fördern? Und welche Rolle spielt dabei die Integration?

Antwort auf diese Fragen gibt eine repräsentative Studie der Fachhochschule Dortmund und des IFEU-Instituts in Heidelberg. Die Befragung ist Teil des Forschungsprojektes EMIGMA – Empowerment von Migranten zum Klimaschutz.

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Abschlussveranstaltung des Projektes

Am 30.09.13 fand die Abschlussveranstaltung des dreijährigen Forschungsprojektes EMIGMA statt. Gemeinsam mit den ProjektpartnerInnen und anderen Interessierten wurden die Ergebnisse aus dem Projekt „Empowerment von Migranten zum Klimaschutz: Potenziale für eine nachhaltige Entwicklung“ vorgestellt und diskutiert.

Präsentationen aus der Veranstaltung

Präsentationen aus den Workshops

Dr. Nilüfer Keskin & Dr. German Mendzheritskiy, Projekt EMIGMA, FH Dortmund:

Handlungsempfehlungen des Projektes EMIGMA

Dr. Silke Kleinhückelkotten, ECOLOG Institut Hannover:

Kommunikation zum Klima- und Umwelschutz. Kultursensibel und zielgruppengerecht.

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Das Projekt, initiiert von Prof. Dr. Marcel Hunecke (Koordination) und Prof. Dr. Ahmet Toprak und für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, befindet sich zurzeit in der zweiten Phase der Forschungsarbeit (siehe Grafik). Ziel des Projektes ist es, Wissen über das Engagement für den Klima- und Umweltschutz, die umweltbezogenen Einstellungen und die Umweltbilanzen von MigrantInnen zu ermitteln und auf Basis dieser Erkenntnisse zielgruppenspezifische Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln.

Bisher lagen über das Engagement für den Klima- und Umweltschutz, die umweltbezogenen Einstellungen und die Umweltbilanzen von MigrantInnen nur wenig gesicherte empirische Erkenntnisse vor. Aus den wenigen Ausnahmen ließ sich jedoch entnehmen, dass deren Umweltwissen und das Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz niedriger ausgeprägt sind, als bei den deutschen AutochthonInnen. Für die Verankerung des Klimaschutzgedankens ist es jedoch hoch bedeutsam, auch in diesen Teilen der Gesellschaft die Potenziale zu entdecken und zu fördern.

In der ersten Phase des Projektes wurden 1600 türkeistämmige und russischsprachige MigrantInnen sowie 400 deutsche AutochthonInnen (Vergleichsgruppe) in den vier Regionen Dortmund, Berlin, München und Baden-Württemberg anhand von standardisierten Fragebogeninterviews zu ihren umweltbezogenen Einstellungen und ihrem Umweltverhalten befragt. Das Wissen über die individuellen CO2-Bilanzen, der sogenannte „ökologische Fußabdruck“, wurde anhand eines CO2-Rechners ermittelt. Dieser wurde von unserem Projektpartner, dem naturwissenschaftlichen Forschungsinstitut IFEU, mitentwickelt und betreut. Das ermittelte Wissen wurde in der zweiten Phase durch qualitative Interviews weiter vertieft.

Das in den ersten beiden Phasen generierte Wissen soll Aufschluss darüber geben, wie das Klimaschutzengagement der in Deutschland lebenden Bevölkerung mit Migrationshintergrund gestärkt werden kann und wie sich der Nachhaltigkeitsgedanke in den Gemeinschaften verbreiten lässt.

In der dritten Phase des Projektes soll die Gesamtheit des Wissens in die Entwicklung von zielgruppen- und problemspezifischen Modellprojekten einfließen. Ziel ist es, das Umwelt- und Klimaschutzengagement von MigrantInnen zu fördern. Die Modellprojekte finden in enger Zusammenarbeit mit PraxisakteurInnen statt. Hierbei handelt es sich um meist ehrenamtlich geführte Netzwerke und Initiativen von MigrantInnen, die sich bereits für die Verbreitung des Nachhaltigkeitsgedankens einsetzen. Um sie in der Ausweitung und Professionalisierung ihrer Arbeit zu unterstützen begleitet EMIGMA sie wissenschaftlich und evaluiert die Modellprojekte.

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gedruckt am: 25.04.2014  01:07